- Aufzug:
- Auftritt:
Ort:
Im Schloss zu Fotheringhay – ein Zimmer
Pers.: Hanna Kennedy, Paulet, Drugeon
Drury
Hlg.: Kennedy überrascht Paulet
und dessen Gehilfen , wie sie Schmuck und Briefe von Maria entwenden. Sie kann
aber nichts dagegen unternehmen. Kennedy beschert sich, dass die Unterkunft
nicht für eine Königin geeignet sei. Paulet hat Angst, dass sie in
Gefangenschaft Pläne schmiedet.
- Auftritt:
Ort:
Im Schloss zu Fotheringhay – ein Zimmer
Pers.: Hanna Kennedy, Paulet,
Maria
Hlg.: Maria betritt das Zimmer.
Kennedy erstattet Bericht. Paulet erhält von Maria einen Brief an die
Königin Elisabeth, indem Maria sie um eine Unterredung bittet. Sie fordert
auch einen Priester und möchte ihr Testament aufsetzen. Maria möchte
von Paulet wissen, ob schon ein Urteil gefällt worden sei. Sie erfährt
jedoch nichts.
- Auftritt:
Ort:
Im Schloss zu Fotheringhay – ein Zimmer
Pers.: Maria, Paulet,
Mortimer
Hlg.: Mortimer betritt den Raum und
überbringt seinem Großvater die Nachricht, dass er gesucht wird. Er
beachtet Maria nicht. Sie bittet ihn, sie zukünftig von ihm zu
verschonen.
- Auftritt:
Ort: Im Schloss zu Fotheringhay – ein Zimmer
Pers.: Maria, Kennedy
Hlg.: Maria ist betrübt, denn es
ist der Jahrestag, des schrecklichen Verbrechens, das die duldete. Kennedy
versucht sie aufzumuntern und ihr klar zu machen, dass sie keine Schuld trifft.
Mortimer betritt den Raum.
- Auftritt:
Ort: Im Schloss zu Fotheringhay – ein Zimmer
Pers.: Maria, Mortimer,
Kennedy
Hlg.: Mortimer fordert Kennedy das
Zimmer zu verlassen. Maria willigt nur widerwillig ein.
- Auftritt:
Ort:
Im Schloss zu Fotheringhay – ein
Zimmer
Pers.: Mortimer, Maria
Hlg.: Maria erhält von Mortimer
einen Brief von ihrem Großvater. Sie erfährt, dass
Mortimer ein verbündeter ist und kann es
kaum glauben. Mortimer erzählt von seinen Reisen und wie er dazu kam ihr zu
helfen. Mortimer möchte sie aus der Gefangenschaft befreien. Er berichtet
ihr auch vom Ausgang des Urteils gegen sie. 24 Richter haben gegen sie gestimmt,
doch Maria ist nicht sonderlich überrascht. Sie gibt ihm einen Brief, den
er Graf Leicester Überreichen soll. Er kann diesen Schritt nicht
nachvollziehen, da Leicester auf der Seite der Elisabeth steht.
- Auftritt:
Ort:
Im Schloss zu Fotheringhay – ein Zimmer
Pers.: Maria, Lord Burleigh,
Paulet
Hlg.: Paulet und Burleigh
überbringen Maria den Richterspruch. Da sie ihm schon weiß, ist sie
dementsprechend gelassen. Sie unterbricht Burleigh immer wieder und liefert sich
mit ihm verbale Gefechte. Maria gibt deutlich zu verstehen, dass sie von ihren
Richtern nicht viel hält! Sie berichtet von ihren Träumen, wie sie die
verfeindeten Nationen zusammenbringen wollte. Maria möchte auch, dass die
zwei lebenden Zeugen nochmals einer Befragung unterzogen werden. Sie wird auch
beschuldigt, alle Könige Europas zum Krieg gegen England aufgefordert zu
haben.
- Auftritt:
Ort:
Im Schloss zu Fotheringhay – ein Zimmer
Pers.: Burleigh, Paulet
Hlg.: Sie diskutieren über die
Reaktion Marias über das Urteil. Sie sind der Meinung, dass es für
alle ( vor allem für die Königin) besser gewesen wäre, wenn Maria
England nie betreten hätte. Burleigh spricht davon, dass die Königin
sich wünscht jemand würde Maria leise beseitigen. Paulet hält von
dieser Vorstellung nichts. Er wurde beauftragt, Maria zu bewachen und zu
schützen, bis sie vom Henker hingerichtet wird.
- Aufzug:
- Auftritt:
Ort:
Der Palast zu Westminster
Pers.: Graf von Kent, William
Davison
Hlg.: Graf von Kent berichtet, dass
der französische König Gesandte zu Elisabeth geschickt hat, um um ihre
Hand anzuhalten. Diese seinen jedoch wieder fortgeschickt
worden.
- Auftritt:
Ort:
Der Palast zu Westminster
Pers.: Elisabeth, Leicester, Graf
Aubespine, Bellievre, Graf Shrewsbury, Lord Burleigh, Franz. Und engl.
Herren
Hlg.: Elisabeth bemüht sich,
nicht abweisend zu sein, aber doch deutlich werden zu lassen, dass sie im
Moment, trotz dem Druck des Volkes, keinen Gatten gebrauchen kann. Doch die
Gäste geben nicht nach und erreichen schließlich, dass Elisabeth
einen Ring mitgibt, der dem König Frankreichs überbracht werden soll.
Außerdem verleiht sie Aubespine das Blaue Band. Die Gäste ziehen mit
guten Nachrichten für ihren König ab.
- Auftritt:
Ort:
Der Palast zu Westminster
Pers.: Elisabeth, Leicester, Burleigh,
Shrewsbury
Hlg.: Burleigh überbringt
Elisabeth die Nachricht, dass das Volk den Tod Marias fordert. Er Weiß zu
berichten, dass ins Reims Königsmörder ausgebildet werden, angetrieben
durch die Gefangenschaft Marias in England. Shrewsbury versucht Elisabeth
umzustimmen. Er fordert, dass Maria wenigstens einen Anwalt bekommt. Doch
Elisabeth hat Angst Maria könnte irgendjemand um den Finger wickeln.
Leicester mischt sich ein, er kann nicht verstehen, dass Elisabeth vor einer
Angst hat, die durch Heinrichs letzten Willen eindeutig abgelehnt wurde.
- Auftritt:
Ort:
Der Palast zu Westminster
Pers.: Elisabeth, Paulet, Mortimer,
Leicester, Burleigh
Hlg.: Mortimer wird Elisabeth
vorgestellt und beteuert seine Treue und Untergebenheit zu ihr. Elisabeth fragt
ihn nach seinen Reisen und was die Feinde Englands vorhaben. Mortimer antwortet
bereitwillig und Elisabeth ist ganz angetan von ihm. Paulet überbringt ihr
den Brief von Maria und Burleigh spekuliert, nachdem er ihn nicht lesen darf,
was darin wohl steht, Paulet klärt ihn auf. Elisabeth ist entsetzt
über den Brief. Shrewsbury schlägt ihr vor, jetzt wie ein Engel Maria
aus dem Loch zu ziehen. Burleigh sagt, dass sie ja nicht nachgeben soll und
Leicester ist für die gemeinsame Unterredung der beiden Königinnen.
Elisabeth schickt alle fort und ruft Mortimer zurück.
- Auftritt:
Ort:
Der Palast zu Westminster
Pers.: Elisabeth,
Mortimer
Hlg.: Elisabeth lobt Mortimer und
klagt ihm ihr Leid, das sie durch Maria bekommen hat. Sie trägt ihm auf,
nachdem sie davon überzeugt ist, dass er ihr dienen wird, Maria für
sie leise und schnell zu beseitigen.
- Auftritt:
Ort:
Der Palast zu Westminster
Pers.: Mortimer
Hlg.: Mortimer zeigt durch einen
Monolog deutlich, dass er weiterhin Maria nur helfen möchte und das
Einschmeicheln bei Elisabeth nur Mittel zum Zweck war.
- Auftritt:
Ort:
Der Palast zu Westminster
Pers.: Mortimer,
Paulet
Hlg.: Paulet warnt Mortimer vor den
Intrigen und Machenschaften der Königin. Er möchte nicht dass sich
Mortimer auf ein Pferd setzen lässt und für Elisabeth die Handlanger
Arbeiten erledigt.
- Auftritt:
Ort:
Der Palast zu Westminster
Pers.: Leicester,
Mortimer
Hlg.: Mortimer überreicht
Leicester den Brief von Maria. Er ist entzückt von ihrer Schönheit.
Mortimer versteht nicht, dass ein Günstling Marias am Hofe von Elisabeth
leben kann. Mortimer erklärt Leicester, wie er zu diesem wichtigen
Botendienst kam. Mortimer ist voll Pläne, wie er Maria aus ihrer
Gefangenschaft befreien kann, doch Leicester, den er mit einbeziehen will, wehrt
sich heftig gegen dieses Vorgehen.
- Auftritt:
Ort:
Der Palast zu Westminster
Pers.: Elisabeth,
Leicester
Hlg.: Elisabeth kommt hinzu und
Mortimer verschwindet. Leicester schwärmt von ihrer Schönheit.
Elisabeth tröstet Leicester sie ihn nur wegen politischen Beziehungen nicht
heiraten. Bedauert dies aber sehr. Leicester bringt Elisabeth dazu, wenigstens
Maria einmal zu sehen. Er Schlägt ihr eine Begegnung im Park vor. Sie muss
mit Maria nur reden, wenn sie das möchte. Sie willigt ein, denn sie
fühlt sich schuldig ihm gegenüber und möchte ihm somit einen
Wunsch erfüllen.
- Aufzug:
- Auftritt:
Ort: Im
Park
Pers.: Maria, Hanna Kennedy
Hlg.: Maria freut sich über ihre
neue „Freiheit“ Wie ein kleines Kind. Sie hegt Gedanken zur Flucht.
Hanna Kennedy möchte sie in die Wirklichkeit zurückholen, was ihr aber
nicht gelingt.
- Auftritt:
Ort: Im Park
Pers.: Paulet, Maria,
(Kennedy)
Hlg.: Paulet möchte von Maria
hören, dass diese Freiheit nur ihm zu verdanken ist. Maria kann nicht
glauben, dass er den Brief tatsächlich überbracht hat. Maria
erfährt auch, dass die Königin in diesem Park zur Zeit jagt. Paulet
macht ihr deutlich, dass sie gleich vor Elisabeth stehen wird. Maria ist
überwältigt.
- Auftritt:
Ort:
Im Park
Pers.: Graf Shrewsbury,
Maria
Hlg.: Sherwsbury beruhigt die
aufgebrachte Maria. Sie soll sich fassen, da ihr Schicksal wahrscheinlich von
diesem Gespräch abhängt. Sherwbury gibt ihr Tipps, wie sie sich am
besten verhalten soll
- Auftritt:
Ort:
Im Park
Pers.: Elisabeth, Maria, Leicester,
Shrewsbury,
Hlg.: Elisabeth kommt mit Leicester.
Sie schickt die Jagdgefolge nach London vor. Maria ist von der Härte in
Elisabeth Gesicht entsetzt. Diese gibt sich überrascht, verrät sich
aber später. Maria gibt sich unterwürfig, macht Elisabeth doch schnell
klar, dass sie von ihr verlangt freigesprochen zu werden. Elisabeth bleibt hart
und streng. Sie möchte in aller Förmlichkeit wissen, warum Maria sie
zu sprechen wünschte. Maria selbst tastet sich langsam an das eigentliche
Thema heran und kommt schließlich zu ihrem eigentlichen Anliegen. Doch
Elisabeth versucht Marias Gefangenschaft mit ihren Ohm zu rechtfertigen. Er
selbst habe ein Beispiel dafür gegeben, wie man „mit seinen Feinden
Frieden macht“. Elisabeth kann Maria nicht freilassen, denn ihre Treue
lässt sich nicht einschließen. Maria hingegen wirft ihr vor, sie
immer nur als Feindin und Fremdling betrachtet zu haben, hätte sie Maria zu
ihrer Erbin erklärt, wäre sie zur einer treuen Freundin und Verwandte
geworden. Elisabeth ist von der Offenheit und Direcktheit Marias
überrascht. Maria geht noch weiter und legt ihr die Worten für ihren
Freispruch in den Mund. Elisabeth bleibt hart und meint etwas gehässig zu
Maria, dass sie nun keinen Mann mehr verführen kann. Maria ist wegen der
Beschuldigungen außer sich, versucht sich verzweifelt zu wehren und
beleidigt Elisabeth so, dass Shrewsbury dazwischentreten muss. Er möchte
das mögliche noch retten und fällt in die Vermittlerrolle, auch
Leicester schließt sich an und zieht Elisabeth von Maria weg. Maria setzt
noch eine Beleidigung hinzu, sie sei ja nur ein Bastard. Elisabeth verschwindet
schnell, die Lords folgen ihr.
- Auftritt:
Ort:
Im Park
Pers.: Maria, Hanna
Kennedy
Hlg.: Maria ist noch im ihren
Glücksgefühl. Kennedy versucht sie auf den Boden der Tatsachen
zurückzuholen, was ihr aber nicht gelingt.
- Auftritt:
Ort:
Pers.: Maria, Mortimer,
(Kennedy)
Hlg.: Mortimer hat das Gespräch
belauscht und ist genau der gleichen Meinung wie Maria. Doch hat er erkannt,
dass nun nicht mehr mit Gnade zu rechnen ist. Maria möchte wissen, ob sie
dies alles Leicester zu verdanken hat. Mortimer entgegnet jedoch, dass dieser
ein einziger Feigling sei. Er selbst möchte Maria mit einigen anderen
befreien. Doch Maria ist mit der Härte der Tat (jeden umzubringen, der
stört) nicht einverstanden. Mortimer ist wie besessen von der Vorstellung
Maria zu befreien und somit auch zu besitzen. Sie selbst weiß nicht wie
sie mit diesem Verrückten umgehen soll. Kennedy kommt hereingestürmt
und berichtet, dass sich bewaffnetes Volk im Garten befindet.
- Auftritt:
Ort:
Pers.: Mortimer,
Paulet
Hlg.: Paulet lässt die Pforten
verschließen. Mortimer möchte wissen Warum und erfährt, dass die
Königin England ermordet worden sei, außerdem soll er Maria ins
Gefängnis bringen.
- Auftritt:
Ort:
Pers.: Mortimer,
Okelly
Hlg.: Mortimer kann es noch nicht
fassen, als Okelly hereinstürzt und ihn auffordert sofort die Flucht zu
ergreifen. Mortimer begreift nicht, wenn Elisabeth tot ist, wird Maria auf den
Thron kommen. Okelly berichtet, dass der Mordanschlag fehlschlug und ihr Mantel
sie rettete. Der Barnabit verübte den Anschlag. Okelly möchte
flüchten, Mortimer versucht zu retten, was zu retten ist.
- Aufzug
- Auftritt:
Ort: Vorzimmer, Westminster
Pers.: Graf Aubespine, Kent,
Leicester
Hlg.: Aubespine erkundigt sich nach
dem Befinden der Königin und dem Täter. Er erfährt von Leicester
und Kent, dass es ein katholischer Franke war.
- Auftritt:
Ort:
Vorzimmer, Westminster
Pers.: Aubespine, Burleigh, Leicester,
Kent, Davison
Hlg.: Burleigh beauftragt Davison so
schnell wie möglich den Befehl der Hinrichtung zu verfassen. Aubespine wird
von Burleigh beschuldigt von dem geplanten Mordanschlag gewusst zu haben. In
einer Tasche des Mörders fand man einen Pass, der von ihm geschrieben ist.
Er zählt somit zu dem Reichsverrätern Aubespine selbst versucht sich
zu rechtfertigen. Er kann nicht jeden genauestens untersuchen. Kent soll
Aubespine sicher zur Grenze bringen, und dieser soll das Land sofort verlassen.
Aubespine droht, nachdem ihm auch versichert wurde, dass die Königin kein
Interesse mehr am Französischen König hat, mit der Rache seines
Monarchen.
- Auftritt:
Ort:
Vorzimmer, Westminster
Pers.: Leicester,
Burleigh
Hlg.: Leicester unterhält sich
mit Burleigh, der nach diesem Verbrechen „ganz England auf seinen
Schultern trägt. Burleigh eröffnet ihm auch, dass er Leicesters Plan
von der Rettung Marias durchschaute. Elisabeth sollte nach diesem Gespräch
glauben, dass es sich nicht lohnt sich „mit dem Blut der Stuart zu
beflecken“.
- Auftritt:
Ort:
Vorzimmer, Westminster
Pers.: Leicester,
Mortimer
Hlg.: Leicester bedauert in einem
Monolog, dass sein Plan nun ganz zunichte ist, und wie er nur solch einen
Vertrauensbruch gegen die Königin hatte begehen können. Mortimer kommt
hinzu und möchte ihm berichten, dass bei Maria ein angefangener Brief an
ihn gefunden wurde, indem sie ihn darum bittet sein Wort zu halten. Doch
Leicester leugnet Mortimer überhaupt zu kennen und lässt ihn wegen
seinem schlechte Gewissen verhaften. Mortimer begeht Selbstmord indem er sich
erdolcht.
- Auftritt:
Ort: Zimmer der
Königin, Westminster
Pers.: Elisabeth,
Burleigh
Hlg.: Burleigh hat Elisabeth den
angefangenen Brief von Maria an Leicester überbracht und Elisabeth ist
entsetzt, wie er ihre Großzügigkeit so schamlos ausnutzten konnte.
Sie ist nun fest entschlossen Maria hängen zu lassen und auch Leicester
soll es nicht viel besser ergehen. Doch Elisabeth kennt ihn so gut, dass sie
weiß, er wird sich rechtfertigen können. Burleigh macht ihr Mut und
als ein Page eintritt und die Ankunft Leicesters ankündigt, weißt sie
ihn ab
- Auftritt:
Ort:
Zimmer der Königin, Westminster
Pers.: Elisabeth, Leicester,
Burleigh
Hlg.: Leicester übergeht den
Pagen, er tritt vor Elisabeth und Ereifert sich darüber, dass ihm in diesem
Haus keine Türen verschlossen seien. Er versucht Burleigh hinauszuschicken
um mit de Königin selbst unter vier Augen zu sprechen, doch Elisabeth
selbst möchte dass Burleigh bleibt. Leicester legt das Ganze als die als
die einzige wahre Hilfe für Elisabeth aus. Mortimer Vertraute ihm und
dieses Wissen benutzte er um ihr zu helfen. Er selbst habe Mortimer Verhaften
lassen, doch dieser habe leider Selbstmord begangen. Man glaubt ihm nicht und so
wird der Offizier gerufen, der die Aussagen Leicesters bestätigt. Er geht
sogar so weit Burleigh der Staatsverräters zu beschuldigen, was ihm
Elisabeth aber nicht annimmt. Als Treuebeweis für seine Zugehörigkeit
zur Königin von England soll er das Todesurteil
verkünden.
- Auftritt:
Ort:
Zimmer der Königin, Westminster
Pers.: Kent, Elisabeth,
(Leicester)
Hlg.: Kent berichtet Elisabeth, dass
das Volk den Palast umlagert und fest entschlossen ist nicht eher zu weichen,
als das Urteil für Maria unterzeichnet ist.
- Auftritt:
Ort:
Zimmer der Königin, Westminster
Pers.: Elisabeth, Burleigh, Davison,
(Kent, Leicester)
Hlg.: Davison bringt das Todesurteil
Über Maria, Elisabeth soll es unterschreiben. Doch sie zweifelt und ist
noch unentschlossen.
- Auftritt:
Ort:
Zimmer der Königin, Westminster
Pers.: Shrewsbury, Elisabeth,
Burleigh, Kent, (Davison, Leicester)
Hlg.: Shrewsbury kommt hinzu und kann nicht
glauben, dass sich Elisabeth zu dieser Entscheidung zwingen lässt. Er ist
der Meinung, dass das Volk sich nach der Hinrichtung Marias von ihrer
Königin abwenden wird und sie so ebenfalls nicht glücklich werden
kann. Elisabeth zweifelt wiederum an der Richtigkeit des Urteils, doch Burleigh
versucht ihr deutlich zu machen, dass sie unterschreiben muss, um nicht einen
Volksaufstand hervorzurufen. Beide Königinnen können nicht in Frieden
nebeneinander regieren. Maria wird auch, wenn sich freigelassen wird, den
Katholizismus wieder einführen wollen. Elisabeth fordert Bedenkzeit und
möchte allein gelassen werden.
- Auftritt:
Ort:
Zimmer der Königin, Westminster
Pers.: Elisabeth
Hlg.: Elisabeth ringt in einem Monolog mit
sich, ,was wohl die einfachste Lösung wäre. Sie entscheidet sich nach
einigem Überlegen beinahe trotzig, dass Maria sie einen Bastard nannte,
für das Todesurteil und ist danach über sich selbst
erschrocken.
- Auftritt
Ort:
Zimmer der Königin, Westminster
Pers.: Elisabeth, Davison
Hlg.: Davison kommt zurück und Elisabeth
möchte wissen, wo die übrigen Lords geblieben sind. Es berichtet, dass
Shrewsbury die Menge beruhigte und sich alle nacheinander trollten. Elisabeth
überreicht Davison das Todesurteil und trägt ihm auf, es
weiterzuleiten. Davison ist mit dieser Aufgabe nicht zufrieden, denn er
möchte auf keinen Fall als Urheber dieser Hinrichtung dastehen . Doch
Elisabeth lässt ihn, beinahe, als wolle sie sich selbst drücken, im
Stich, ohne genaue Angaben über seine nächsten Aufgaben zu machen.
Elisabeth verlässt das Zimmer.
- Auftritt
Ort:
Zimmer der Königin, Westminster
Pers.: Davison, Burleigh
Hlg.: Davison zweifelt noch, ob er das Papier
nun einfach behalten oder abgeben soll. In diesem Augenblick tritt Burleigh
herein und Davison erhofft sich Hilfe von ihm. Er möchte nie mehr in solch
einer Situation sein. Burleigh versteht, dass er noch auf einem Befehl der
Königin wartet, wenn sie schon längst unterschrieben hat. Burleigh
nimmt ihm das Urteil ab und eilt davon.
- Aufzug:
- Auftritt:
Ort:
Im Schloss zu Fotheringhay – ein Zimmer
Pers.: Kennedy, Melvil
Hlg.: Kennedy versiegelt Briefe von Maria,
als Melvil, ein langjähriger Freund hinzutritt und sich nach dem Befinden
Maria erkundigt. Kennedy berichtet ihm, dass Maria die ganze Nacht hindurch auf
Mortimer gewartet hätte und am Morgen wäre dann Paulet zu ihr gekommen
und habe ihr des Urteil der Königin verlesen. Maria hätte erstaunlich
gefasst darauf reagiert und lange Zeit gebetet, danach einige Briefe an treue
Freunde verfasse und ihr Testament selbst geschrieben. Im Moment seien ihr
Leibarzt Burgoyn und ihre Frauen bei ihr.
- Auftritt:
Ort:
Im Schloss zu Fotheringhay – ein Zimmer
Pers.: Margareta Kurl, Kennedy,
Melvil
Hlg.: Margareta bringt die Nachricht zu
Kennedy, dass Maria sie zu sehen wünscht. Kennedy geht. Kurl erfährt
vom ehemaligen Haushofmeister, dass ihr Mann freikommt, wenn die Maria
getötet ist. Sie verflucht die Tat ihres Mannes sehr und ist fest davon
überzeugt, dass Maria unschuldig stirbt.
- Auftritt:
Ort:
Im Schloss zu Fotheringhay – ein Zimmer
Pers.: Burgyon, Melvil, Kennedy,
(Kurl)
Hlg.: Marias Leibarzt betritt den Raum und
schickt Kurl nach einem Becher Wein für Maria. Er begrüßt
Melvil. Maria fühle sich stark, „doch bleiche der Tod ihre
Wangen“. Kennedy kommt zurück, auch die Königin von Schottland
wird gleich erscheinen.
- Auftritt:
Ort:
Im Schloss zu Fotheringhay – ein Zimmer
Pers.: Melvil, zwei
Kammerfrauen
Hlg.: Zwei Kammerfrauen betreten den Raum.
Maria möchte ihr letztes Gebet allein und in aller Stille
beten.
- Auftritt:
Ort:
Im Schloss zu Fotheringhay – ein Zimmer
Pers.: Melvil, Kurl, Burgoyn, zwei
Kammerfrauen
Hlg.: Kurl bringt einen goldenen Becher mit
Wein und ist entsetzt über das Gestell, und die schwarzen Tücher, die
überall in der Halle hängen.
- Auftritt:
Ort:
Im Schloss zu Fotheringhay – ein Zimmer
Pers.: Maria, Melvil, (Kurl, Kennedy,
Burgoyn)
Hlg.: Maria versucht die anderen zu
trösten. Sie möchte nicht, dass Tränen für sie vergossen
werden. Sie sieht ihre Hinrichtung als Sieg an. Maria möchte wissen, wie es
ihren anderen Untertanen, die fort mussten, ergangen ist. Sie eröffnet ihr
Testament, an jeden ihrer Treuen Diener hat sie gedacht. Sagt allen ihr letztes
Lebewohl.
- Auftritt:
Ort:
Im Schloss zu Fotheringhay – ein Zimmer
Pers.: Maria, Melvil
Hlg.: Maria berichtet ihm, dass sie nun auf
ihren Tod vorbereitet sie, nur er göttliche Beistand fehle ihr noch, da man
ihr den Zugang zu einem Priester verweigert. Doch Melvil, zum Priester geworden,
überbringt ihr eine Hostie, vom hl. Vater geweiht, und nimmt ihr die letzte
Beichte ab. Melvil ist erstaunt, dass sie den Mord an ihrem Mann nicht beichtet,
doch Maria beteuert unschuldig zu sein. Er erteilt ihr den Segen und sie
empfängt Hostie und Wein.
- Auftritt:
Ort:
Im Schloss zu Fotheringhay – ein Zimmer
Pers.: Maria, Melvil, Burleigh, Leicester,
Paulet
Hlg.: Burleigh kommt und erfährt Marias
letzten Wünsche. Sie bittet, dass ihre Testament befolgt werden soll und
ihre Diener frei gehen dürfen, wohin sie auch wollen. Außerdem soll
ihr Herz nach Frankreich gebracht werden, auch einen schwesterlichen Gruß
an Elisabeth lässt sie ausrichten. Paulet wünscht ihr zum Schluss
alles Gute.
- Auftritt:
Ort:
Im Schloss zu Fotheringhay – ein Zimmer
Pers.: Maria, Kennedy, Burleigh, Paulet,
(Leicester, Melvil)
Hlg.: Der Sheriff betritt den Raum und Maria
bittet Melvil und Kennedy sie zu begleiten. Nach einigem Hin und Her wird ihr
auch dieser Wunsch gestattet. Maria sieht Leicester an, sie macht ihm deutlich,
wenn auch nicht mit fester Stimme, sondern sanft, dass sie enttäuscht ist.
Wünscht ihm dennoch alles Gute für seine Zukunft.
- Auftritt:
Ort:
Im Schloss zu Fotheringhay – ein Zimmer
Pers.: Leicester
Hlg.: Ist über sich selbst aufgebracht.
Er hatte sich fest vorgenommen dies alles an sich abprallen zu lassen. Doch es
gelingt ihm nicht. Als er das Zimmer verlassen möchte, muss er feststellen,
dass die Tür verschlossen ist. Von diesem Zimmer aus verfolgt er den
Geräuschen nach, wie Maria hingerichtet wird und sackt dabei
ohnmächtig zusammen
- Auftritt:
Ort:
Vorzimmer, Westminster
Pers.: Elisabeth
Hlg.: Elisabeth wundert sich, dass noch
niemand erschienen ist, dass weder Leicester noch Burleigh den weg zu ihr
gefunden haben.
- Auftritt:
Ort:
Vorzimmer, Westminster
Pers.: Elisabeth, ein Page
Hlg.: Ein Page berichtet auf Elisabeth
drängen hin, dass sowohl Burleigh als auch Leicester sich zu Zeit nicht in
London aufhalten. Sie erkennt, dass das das Ende von Maria bedeutet und ruft
sofort ihren Schreiber Davison und Shrewsbury zu sich.
- Auftritt:
Ort:
Vorzimmer, Westminster
Pers.: Elisabeth, Sherwsbury
Hlg.: Shrewsbury muss Elisabeth die traurige
Nachricht überbringen, dass die Schreiber Marias falsch ausgesagt hatten,
er selbst hätte sie eben noch einmal gefragt. Ihn seinem Wahnsinn
hätte einer von ihnen (der Schotte Kurl) den anderen (Nau) fast zu Tode
gewürgt und von seinem Fester aus auf die Straße gebrüllt, dass
er an allem Schulde habe. Elisabeth verspricht das Verfahren noch einmal
aufzunehmen.
- Auftritt:
Ort:
Vorzimmer, Westminster
Pers.: Elisabeth, Davison,
Shrewsbury
Hlg.: Elisabeth verlangt von Davison das
Urteil, das sie ihn gegeben hat zurück. Er muss zugeben es an Burleigh
weitergegeben zu haben. Elisabeth beschuldigt ihn hart, er habe nicht ihren
Befehl, es zu verwahren (was sie nicht getan hat) nicht
befolgt.
- Auftritt:
Ort:
Vorzimmer, Westminster
Pers.: Elisabeth, Shrewsbury, , Burleigh,
Kent, Davison
Hlg.: Elisabeth befragt Burleigh, von wem er
das Urteilsschreiben erhalten hätte. Er antwortet, es von Davison erhalten
zu haben. Elisabeth macht deutlich, dass sie veranlassen wird, dies gerichtlich
verfolgen zu lassen. Doch Shrewsbury versucht sie zu beruhigen. Sie solle
„nicht ihre treuesten Freunde verbannen“. Doch auch er selbst wird
sich zurückziehen, anstatt wie von Elisabeth vorgeschlagen, ihre rechte
Hand zu werden. Seine Begründung: er sein zu alt. Von Kent muss sie
erfahren, dass auch Leicester sich mit einem Boot Richtung Frankreich abgesetzt
hat.
ENDE