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Referat

TitelBarock (1600-1720) 
AutorChristian Ball 
Anzahl Worte1105 
SpracheDeutsch 
ArtReferat 
SchlagworteArchitektur; Malerei; Musik; Manierismus; Andreas Gryphius; Grimmelshausen; Epik; Lyrik; Dramatik;  
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Auszug aus dem Referat (ohne Grafiken)

Der Barock (1600-1720)


Das Wort kommt aus dem Portugisischem und bedeutet „unregelmäßig, schief“. Auf französisch heißt es „baroque“ und bedeutet „exzentrisch, bizarr“. In diesem negativen Sinne
wurde die Bezeichnung von Winkelmann im 18.Jh. für regelwidrige und effektvolle Kunstformen gebraucht. Erst seit Heinrich Wollflin wurde Barock als wertneutraler, kunsthistorischer Begriff für die Kunst des 17.Jh. verwendet. Fritz Strich weitete die Bezeichnung auf die deutsche Dichtung des 17.Jh. aus.
Der Barock ist in verschiedenen Kunstformen zu finden :


Architektur

Der Barock wurde in der Architektur von dem Representationswillen der Kirche und der Fürsten bestimmt. Typisch sind große Gärten um das Schloß, die durchgeplante auf das Schloß ausgerichtete Stadtanlage (Karlsruhe) und der als künstlerische Einheit gestaltete
Kirchenbau. Gekennzeichnet waren diese Bauten durch übermäßigen Prunk, der auf die normalen Bürger Eindruck machen sollte.
Die führenden Baumeister in Italien waren :
C.Bernini, F.Borrimini, G.Guarini und B.Longhena
In Frankreich waren dies :

J.Lemercier, F.Mansart, Ch.Lebrun und J.Hardouin-Mansart

In Deutschland :

Fischer von Erlach, Schlüter, Pöppelmann, L. von Hildebrandt, die Dientzenhofer, B.Neumann



Malerei


Auch die Malerei (Wand- und Deckengemälde, Tafelbild). Auf den Bildern waren viele Gebärden und eine räumliche Tiefenwirkung, die dem Lebensgefühl entsprechen.
Die bedeutentsten Maler in Italien :

Carracci, Caravaggio,G. Reni, Domenichino

In Spanien :

El Greco, J.Ribera, D.Velazques

In den Niederlanden :
P.P.Rubens und Rembrandt
In Frankreich :

Poussin , Lorrain , Lebrun



Musik


In der Musik entstand als neue Gattung die Oper, die eine Form des meist akkordisch, baßgeleiteten Sologesangs schuf. Es entstand das Generalbaßlied und die Generalbaßbe- gleitung. Sie wurde für das Barock typisch.


Wichtige Opernkomponisten :

Scarlatti, J.-B. Lully, H.Purcell, J.-P.Rameau, G.F.Händel

Auch die Orgelmusik hatte eine wichtige Bedeutung im Barock. Man verband überkommene

Polyphonie mit neuem Barock und neuen Stilelementen, Chromatik und neuer Harmonik.

Bedeutende Organisten :

J.Pachelbel, F.Buxtuhude, G.F. Händel und J.S. Bach

In der Kammermusik entstanden die ersten Trio-und Solosonaten. Mit Preeturos und H.Schütz

begann der musikalische Barock in Deutschland.

Literatur


Die Literatur ist durch ein starkes Lebensgefühl der Gegensätze geprägt : Die Freude zu leben auf der einen Seite und die Hoffnung auf das Jenseits auf der anderen Seite. Ein Grunderlebnis ist die Vergänglichkeit und Fraglichkeit allen irdischen Dingen. Der Stil der Literatur ist oft übertrieben und übersteigert. Dies nennt man auch den Manierismus.
Ursprünglich stammt diese Bezeichnung aus der Kunstgeschichte, wurde aber für die Literatur übernommen. Metapherreichtum, gelehrte Anspielungen auf Mythologie und Wissenschaften, aber auch das Spielen mit erotischen Themen und Formen für das groteske und Absurde sind Typisch für den Manierismus.
Die Anfänge der Barock Literatur in Italien machte G.Marino und in Spanien mit Lope de Vega. In Deutschland begann sie mit M.Opitz und seiner Poetiklehre.
Große Dichter waren :
P.Gerhardt, R.Fleming, Angelus Silesius, A.Gryphius und Hans Jakob Christoph von Grimmelshausen

Andreas Gryphius: = Andreas Greif
Er wurde 1616 in Groß-Glogau a.d.Oder als Sohn eines lutherischen Pastors geboren. Von Katholiken wurde die Familie belästigt. Mit 5 Jahren starb sein Vater mit elf seine Mutter.
Seine erste Schule wurde durch das Feuer zerstört, seine zweite wegen der Pest geschlossen.
Mit 17 Jahren war er auf dem Gymnasium in Danzig und lebte dort 1634-36. Bei dem schlesischen Hofpfalzgrafen wurde Gryphius mit 20 Jahren Hauslehrer. 1637 wurde er zum poeta laureatus gekrönt und durfte von nun an an Unis unterrichten. 1638 machte er eine große Bildungsreise durch fast ganz Europa. 1647 heiratete er und seit 1650 mußte er schwierige Verhandlungen zwischen Protestanten und Katholoiken führen. Professor Stellen
lehnte er trotz vieler Angebote stets ab. 1664 starb er in Glogau durch einen Schlaganfall.

H.J.CH. von Grimmelshausen:
Er wurde 1621 oder 1622 Gelnhausen geboren. Er war ritterbürgig und mäßig begütet. Sein Schloß lag in dem Dorf Grimmelshausen . Als sein Vater starb ging Hans zu zu seinem Großvater nach gelnhausen und besuchte dort die Lateinschule. 1635 wurde der junge Grimmelshausen von Kroaten entführt, diente bei den Schweden 1636 vor Magdeburgund bei Wittstock. Dannach diente er noch bei zahlreichen anderen Fürsten als Ritter. 1645 wurde er Schreiber in der Regimentskanzlei. 1648 heiratete er in Offenburg und wurde Verwalter der Familie Schauuenburg in Gaisbach bei Oberkirch und betrieb nebenher seit 1657 eine Gastwirtschaft. 1662-1665 war er Verwalter eines Straßburger Arztes Dr. Joh. Küffler
und unterhielt Beziehungen zu den Straßburger Literaturkreisen. 1675 diente er kurzweilig
als Soldat gegen die Franzosen. Seine Werke erschienen ab 1666, oft jedoch unter Pseudonymen.


Das Barocke Lebensgefühl



Die gesamte Dichtung im Barock ist von einem bestimmten Lebensgefühl geprägt. In diesem Gefühl stehen sich immer zwei Gegensäze gegenüber : Diesseits und Jenseits, Schein und Sein, Spiel und Ernst usw. Charakteristisch für für diese Grundstruktur der Gegensätze ist die Absicht der Autoren den Leser in kunstvoller Weise zu beeinflussen. Dies wird durch Allegorien versucht zu erreichen. Der Autor versucht seine Gedanken in Bilder zu fassen, um dem Leser diesen Gedanken näher zu bringen (z.B.wird die Vergänglichkeit durch ein Sanduhr symbolisiert. So werden anscheinend Banalen Dingen einen tieferen Sinn gegeben.
So wurden auch die Schelmenromane geschrieben, die ein Gegenstück zum früheren idealisierten Ritterroman bilden sollten. Sie sind oft eine in ich-Form geschrieben, fiktive Biographie eines Helden oder Antihelden, der als gerissener Kerl viele Abenteuer besteht.
Der Held macht sich oft ironisch über seine Herren lustig. Die Reihung vieler Episoden auf verschiedenen Schauplätzen und die große Zahl von Figuren werden oft von kurzen Einschüben unterbrochen. Diese Einschübe sind oft philosophische Gedanken und Texte oder kritsche Kommentare. Indem der Held die Vergänglichkeit der Welt entlarvt, wird der Schelmenroman zu einem sozialen und ethischen Protest. Schelemnromane wurde noch lange
nach dem Barock geschrieben.

Die drei Gattungen

Die drei Gattungen sind : Epik, Lyrik und Dramatik
1.Epik : Die Sammelbezeichnung für die erzählende Dichtung:
Epos, Saga, Roman, Erzählung usw....................................
Wichtiger Vertreter : Abraham a Sancta Clara (1644-1709)
Sein bürgerliche Name war Ulrich Megerle. Er war der wichtigste dt. kath. Prediger, da er stets unterhaltsam, leidenschaftl., kämpferisch und lehrhaft war, aber volkstümlich blieb.

2.Lyrik : (Formaler Sammelbegriff für Gedichte. Häufig benutzte Formen der Lyrik sind:
Lied, Ode, Hymne, Gesang, Ballade)
Wichtige Vertreter : M.Opitz : Sonett (Grundform des 14-zeiligen Gedichts = Klinggedicht
S.137 , rechts unten

Das Gelegenheits- und Naturgedichte : Paul Fleming (1609-1635)

3.Dramatik : Drama (jedes Wek für Theater, d.h. ein literarisches Werk, bei dem Figuren
durch Schauspieler dargestellte werden. Besondere Formen sind:
Tragödie und Komödie
wichtige Vertreter: Gryphius , Begründer des Trauerspiels
Herr Peter Squez

Geschichte

Zur Zeit des Barocks war ebenfalls die zeit der gegenreformation, des 30-jährigen Kriegs und des Absolutismus. In Deutschland wütete der 30-jährige Krieg besonders schwer. Der Hauptstätte der Gegenreformation lag ebenfalls in Deutschland.
In Rußland wurden von Peter dem Großen gewaltsam Reformen nach westl. Vorbild gemacht.
In Frankreich war während des Barock die Glnzzeit des Barock (Der Sonnenkönig).In England herrschte von 1642-1648 ein Bürgerkrieg und ab 1689 gab es dort eine konstitutionelle Monarchie.
















Ende des Auszuges


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