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Referat

TitelDer Mythos der großen Pyramiden 
AutorChris Krieshammer chris.krieshammer@gmx.de 
Anzahl Worte3722 
SpracheDeutsch 
ArtReferat 
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Auszug aus dem Referat (ohne Grafiken)

Der Mythos der großen Pyramide


Wer kennt sie nicht, die großen, steinernen Monumente, die Pyramiden, die selbst heute noch wie selbstverständlich in der Wüste Ägyptens, in Mexiko und noch an vielen weiteren anderen Orten der Welt zu sehen sind? Die wohl berühmtesten und beeindruckendsten von ihnen sind die Pyramiden von Gizeh, unter ihnen auch die „Große Pyramide“, die „Cheopspyramide“, die zu den sieben Weltwundern gehört. Doch wie wurden diese über 140m hohe Pyramide überhaupt gebaut, woher hatten die alten Ägypter das „Know–how“ und vor allem, welchen Zweck hatte die Pyramide?



1.) Der Bau der Cheopspyramide


Die Cheopspyramide, vermutlich zur Zeit des ägyptischen Pharaos Cheops erbaut, war zu dieser Zeit, etwa 2500 v. Chr., nicht nur ein Meisterwerk der Architektur, sondern auch unübertroffen, was den Arbeitsaufwand angeht. Archäologen vermuten, dass etwa 100000 bis 200000 mehr oder weniger „freiwillige“ Helfer am Bau der Pyramide beteiligt waren. Dazu kommen vermutlich noch mehrere tausend für die Bearbeitung und den Transport der gewaltigen Steinblöcke, oder auch Monolithen genannt. Die in der Cheopspyramide verwendeten Monolithen haben teilweise ein Gewicht von 40 oder gar 50 Tonnen. Hier besteht auch bereits das erste Problem. Man kann sich gut vorstellen, wie schwierig es gewesen sein muss, diese Kolosse aus den weit entfernten Steinbrüchen Arabiens bis nach Ägypten zu schaffen. Wie also gelang es den Ägyptern, die insgesamt über 2.300.000 (!) Monolithen von den Steinbrüchen bis zur Pyramide zu transportieren? Es gibt die wildesten Theorien darüber, zum Beispiel sollen sie über Rollen aus Holz Kilometer weit gezogen worden sein. Eigentlich gar nicht so abwegig, allerdings hätte man Tausende von Tonnen Holz benötigt, und Holz war zu dieser Zeit ein sehr seltener Rohstoff im Nilgebiet. Aus Überlieferungen wissen wir, dass damalige Architekten sehr sparsam in der Verwendung von Holz als Baustoff waren. Ebenfalls hätten Monolithen von 50 Tonnen auch bis heute noch nachweisbare Spuren hinterlassen müssen. Es gibt aber keinerlei Anzeichen dafür. Daher ist es völlig ausgeschlossen, dass die Monolithen auf diesem Weg zur Pyramide geschafft wurden sind. Eine andere Möglichkeit wäre der Transport über den Nil. Doch auch hier gibt es zwei schwerwiegende Probleme! Erstens war es beinahe unmöglich, mit den in der damaligen Zeit zur Verfügung stehenden Schiffen Lasten von solchem Gewicht zu transportieren, also konnten höchstens kleinere Steinbrocken verschifft werden, und selbst wenn dies ebenfalls mit den 50 Tonnen schweren Monolithen möglich gewesen wäre, hätte man niemals in 30 Jahren (das ist ungefähr der Zeitraum, in dem die Pyramide fertiggestellt wurde) über 2.000.000 Monolithen auf diese sehr zeitraubende Weise transportieren können. Doch wie haben die alten Ägypter nun das Baumaterial für ihr Bauwerk bekommen? In der Nähe der Pyramide fehlten solch große Steinvorkommen und sie hatten noch nicht das nötige Wissen, die Steinblöcke selbst vor Ort „herzustellen“! Oder vielleicht doch?! Im Jahre 1889 fand der Ägyptologe C. E. Wilbour mehrere alte Steinplatten, die mit Hieroglyphen übersät waren. Diese Steinplatten berichten von der Zeit des Pyramidenbaus. Sie geben Auskunft über den erste Pyramidenbauer Djoser (2609 – 2590 v. Chr.), und dass ihm der Gott Chnum insgesamt 29 Mineralien, viele in der Natur vorkommende Bindemittel und diverse natürliche Chemikalien nannte, womit es ihm möglich war, die für den Bau seiner Stufenpyramide nötigen Monolithen synthetisch herzustellen. Durch verschiedenste Tests konnte der Archäologe Prof. Joseph Davidovits seine Theorie weiter erhärten, indem er einen unnatürlich hohen Wassergehalt in den Monolithen entdeckte. Auch die Monolithen der Cheopspyramide weisen einen erhöhten Wasseranteil auf. Außerdem wurde in einem der Monolithen mehrere menschliche Haare entdeckt, die, sollte die Theorie tatsächlich stimmen, wohl von einem der „Betonmischer“ stammen. Es ist nicht unbedingt unmöglich, dass die Ägypter die Kunst des „Betonmischens“ zu dieser Zeit beherrschten, da es zu dieser Zeit ebenfalls bereits möglich war, verschiedene Werkzeuge, die die Ägypter benötigten, mit Hilfe von Gussformen herzustellen. Wieso sollte es ihnen also nicht möglich gewesen sein, die Monolithen, die sie für den Bau der Cheopspyramide verwendeten, synthetisch herzustellen.
So, das nötige Baumaterial wäre nun, auf welchem Wege und mit welchen Hilfsmitteln auch immer, vor Ort und es konnte endlich losgehen! Vor dem Pyramidenbau wurde noch eine Vielzahl von unterirdischen Gängen angelegt, wohl um Grabräuber in die Irre zu führen und eine zusätzliche „unvollendete“ Kammer, auf die ich allerdings erst später genauer zu sprechen komme. Nach der Beendigung dieser Arbeit fand der eigentlichen Bau der Pyramide statt. Steinblock für Steinblock wurde in genau ausgerechneter Weise nebeneinander angeordnet. Man kann sich gut vorstellen, dass der riesige Bautrupp, selbst bei einer Stärke von über 100000 Mann, spätestens nach den ersten, sagen wir, 5 Stufen auf ein Problem stieß. Wie soll man die tonnenschweren Steinblöcke bloß auf eine neu erreichte Ebene bringen? Bei den ersten Ebenen ist es noch recht wahrscheinlich, dass sie mit Rampen gearbeitet haben. Doch je höher die Pyramide wurde, desto länger musste auch die Rampe sein. Wenn wir einmal von einem Steigungswinkel von 2,5° ausgehen, was nach Meinung der meisten Ägyptologen ein realistischer Steigungswinkel für eine solche Rampe wäre, würde für jeden Meter, den die Pyramide wachsen würde, die benötigte Rampe um das Zwanzigfache an Länge zunehmen. Später würde man, auf eine Länge der Rampe von über 3km kommen. Das Volumen einer Rampe von solcher Länge hätte das Volumen der Pyramide um ein Vielfaches übertroffen. Auf diese Weise wäre der Bau der Rampe, die ja nur das Mittel zum Zweck war, mit mehr Arbeit verbunden gewesen, als der Bau der Pyramide selbst. Also mussten sich die Baumeister nach einiger Zeit eine neue Methode einfallen lassen, die Steinblöcke auf die Pyramide zu schaffen. Eine naheliegende Lösung wären Seilwinden, die auf jeder neuen Ebene befestigt wurden, um sie dorthin zu hieven. Doch bei dieser Methode wäre es unweigerlich zu Unfällen gekommen, weil die Taue die enormen Massen der Monolithen nicht lange aushalten konnten. Die Verschleißerscheinungen sowohl bei den Tauen als auch bei den Seilwinden wäre einfach zu groß gewesen. Häufig wäre einer der Monolithen, den man eben erst mühsam einige Ebenen nach oben gehievt hatte, wieder heruntergefallen und hätte somit durch sein riesigen Gewicht deutliche Spuren an der Fassade der Pyramide hinterlassen. Doch es sind keinerlei solcher Spuren zu erkennen. Diese Möglichkeit scheidet somit also schon einmal aus. Auch zu diesem Thema gibt es eine Vielzahl von hoch interessanten, aber teilweise auch mehr als abenteuerliche Theorien, wie zum Beispiel die „Schaukel von Wien“ oder eine in spiralform angelegte Rampe, die wenigstens das Problem der Länge einer solchen Rampe löst. Doch wenn bei einem realistischen Steigungswinkel von 5°, hätte man einfach viel zu viele Umrundungen um die Pyramide machen müssen, um irgendwann einmal auf eine Höhe von ca. 140m zu kommen. Vermutlich wurde eine Kombination von vielen verschiedenen Methoden angewandt, um die Steinblöcke auf eine neue Ebene zu schaffen. An diesem kleineren Problem ist der Pyramidenbau jedenfalls nicht gescheitert!



2.) Rätsel im Pyramideninneren


Widmen wir uns nun allmählich dem Inneren der Pyramide. Wenn wir einen Querschnitt durch die Cheopspyramide betrachten, fällt zuallererst die ungewöhnliche Anordnung auf. In allen Pyramiden zuvor wurden sowohl die Gänge, als auch die verschiedenen Kammern (Grab- und Schatzkammern) fast ausschließlich auf einer Ebene gebaut, meist nicht weit über dem Erdboden. Bei der Cheopspyramide wurden zum ersten mal die Gänge und Kammern weiter in das Pyramidenobere verlegt. Der Grund für diese Abweichung vom bisherigen Bauverfahren ist bis heute noch nicht geklärt. Auch ungewöhnlich scheint die sogenannte „unvollendete“ Kammer unter der Pyramide. Sie misst 14,02m von Osten nach Westen und 8,25m von Nord nach Süd. Von ihr geht ein weiterer kleiner Gang ab, der allerdings nach ca. 15m erprobt endet.
Vorerst sei vielleicht noch erwähnt, dass die Ägypter ihre mühevoll gebauten Pyramiden mit unerdenklich großen und kostbaren Schätzen schmückten. Die Cheopspyramide zum Beispiel war von außen mit seltenem, beige glänzendem Marmor überzogen. Bereits von weitem konnte man das helle Glänzen der Pyramide erkennen, und man kann sich gut vorstellen, welchen Eindruck ein solcher Anblick in der damaligen Zeit hinterlassen haben muss. Auch sämtliche Gänge und Kammern waren prunkvoll mit Marmor, Gemälden, religiösen Zeichnungen oder anderen Verzierungen ausgeschmückt.
Um nun wieder auf die unterirdische Kammer zu kommen, auch der sehr kleine und enge Gang, der heute für Besucher gesperrt ist, weil der Abstieg durch den über 100 Meter langen und gerade einmal ca. 1,20 m hohen Gang bis zur Kammer einfach zu anstrengend wäre, war damals, so besagen es die alten Pyramidentexte und diverse zeitgenössische Beschreibungen, wie zum Beispiel von Herodot, ebenfalls mit dem teuersten und wertvollsten Marmor und mit blankpolierten, äußerst wertvollen Tura - Blöcken ausgekleidet. Nun stellt sich natürlich die Frage, welchen Sinn diese Kammer hatte oder haben sollte. Aus welchem Grund legt man eine unterirdische Kammer in 35m Tiefe an, wenn man sie später überhaupt nicht benutzen will? Naheliegend wäre die Vermutung, dass sie als eine Art Schatzkammer diente und schon vor langer Zeit ausgeräumt wurde. Doch wieso dann dieser blinde 15m lange Gang, die von der Kammer wegführt? Vielleicht sollte man sich die damalige Situation einmal bildlich vorstellen! Mit einem enormen Aufwand mussten dutzende von Arbeitern einen schnurgeraden, gerade einmal 1,20m hohen Gang ausgehoben haben. Sie mussten beinahe die gesamte Arbeit auf Knien verrichten. Keine sehr angenehme Arbeit! Und mit jedem Meter, den sie sich weiter nach unten vorgearbeitet hatten, wurde die Luft stickiger und das Licht schlechter. Ohne Licht keine Arbeit, also mussten gezwungener maßen Fackeln in den engen Gang gehängt werden. Leider verbrachen Flammen Sauerstoff. Die Luft wurde immer dünner und zugleich erwärmte sich der Gang durch die vielen Fackeln erheblich. In Folge dessen mussten wohl oder übel wenigstens einige Luftschächte ans Tageslicht führen. Von diesen Luftschächten fehlt bis heute allerdings auch jegliche Spur! Wie auch immer, nach wochenlanger Schufterei müssen die Arbeiter irgendwann an die Stelle gekommen sein, an der nun die unterirdische Kammer entstehen sollte. Also ging es weiter, bis die Kammer endlich ausgehoben war. Nun wurde noch schnell ein 15m langer blinder und wohl völlig nutzloser Gang in den Fels gehauen und die Arbeit war getan. Schnell wurde der hinabführende Gang noch mit Turu - Blöcken verkleidet und schon haben wir eine wunderschöne halbfertige Kammer, die nur irgendwie keiner so recht braucht. Die Arbeiter werden sich bestimmt sehr gefreut haben, als man ihnen mitteilte, dass die ganze Arbeit eigentlich umsonst war, vielleicht, damit sie sich schon einmal etwas warm machen konnten. Das ganze klingt etwas unwahrscheinlich! Wenn die damaligen Baumeister in der Lage waren, die Cheopspyramide so genau zu planen, dass sie insgesamt nicht einmal 1° in eine Himmelsrichtung abweicht, werden sie wohl auch einen triftigen Grund gehabt haben, diese Kammer anzulegen. Vielleicht wurde diese Kammer wirklich als Grab- oder Schatzkammer angelegt, die Baupläne für die Pyramide mussten jedoch kurzfristig geändert werden. Somit hatte der Pharao plötzlich keine Verwendung mehr für die Kammer. Es muss ein sehr gravierender Grund gewesen sein, denn Cheops war als wahrer Tyrann bekannt und hätte niemals die Baupläne ohne Grund ändern lassen! Es muss ihm einen klaren Vorteil verschafft haben, seine Pläne zu ändern. Welchen Nutzen hätte er daraus ziehen können? In der damaligen Zeit gab es in ganz Ägypten eine grundlegenden Umbruch. Der sogenannte „Ra - Monoteismus“ hielt Einzug nach Ägypten. Es ist gut vorstellbar, dass Cheops darauf auch seine Macht in Gefahr sah, würde er dem Sonnengott Ra ( oder auch Ré ) nicht den angemessenen Respekt zeugen. Doch in welcher Form sollte man einen solchen „Übergott“ wie Ra verehren? Ganz einfach! Indem am ihm das in der damaligen Zeit größte je von Menschenhand errichtete Bauwerk weiht, die „Große Pyramide“!
Eigentlich ist es gar nicht so abwegig, da Cheops sich selbst als Sohn des großen Sonnengottes gesehen hat. Wenn wir davon ausgehen, dass diese Theorie richtig ist, würde das bedeuten, dass wir es bei der Cheopspyramide nicht mit einem Grabmal für Cheops, sondern mit der ersten erhaltenen Kultstätte, die Ra geweiht wurde, zu tun haben. Das würde auch das Rätsel um den Sarkophag in der Königskammer lösen, auf das ich gleich noch genauer eingehen werde. Doch gibt es überhaupt irgendwelche Anhaltspunkte für diese Behauptung? Ja, die gibt es. Viele Ägyptologen haben im Laufe der Zeit unendlich viele Zahlenspiele mit der Cheopspyramide angestellt. Nur um einen kurzen Eindruck zu geben:
  1. „Das Verhältnis zwischen Höhe und Umfang der Pyramide entspricht dem Verhältnis zwischen Kreisradius und dem Umfang des Kreises.“
  2. „Die Pyramide ist eine Art riesige Sonnenuhr. Die von ihr von Mitte Oktober bis Anfang März geworfenen Schatten zeigen die Jahreszeiten und die Länge des Jahres an. Die Länge der Steinplatten, welche die Pyramide umgeben, entspricht der Schattenlänge von einem Tag. Durch Beobachtung dieses Schattens auf den Steinplatten konnte die Länge eines Jahres auf den 0,2419. Teil einen Tagen genau berechnet werden.“
  3. „Die normale Seitenlänge der viereckigen Basis ergibt 365,342 Ägyptische Ellen. Die Zahl ist identisch mit der Anzahl der Tage in unserem heutigen Zeitjahr.“
  4. „Der Abstand der großen Pyramide vom Mittelpunkt der Erde ist genau so groß, wie der Abstand zum Nordpol und entspricht somit dem Abstand vom Nordpol zum Erdmittelpunkt.“
5) „Wird die Grundfläche der Pyramide durch die doppelte Hälfte des Monumentes dividiert, so erhält man die Zahl Pi = 3,1416 ... .“

Zitate aus „Die Augen der Sphinx“ von Erich v. Däniken!

Besonderes Augenmerk sollte dem 3. Punkt dieser Auflistung gelten. Zu Zeiten Cheops´ Herrschaft kam es nicht selten vor, dass die mehr oder minder periodisch auftretende Nilschwemme, auf die die Bauern am Nil dringend angewiesen waren, falsch vorausberechnet wurde. Das hing mit der Ungenauigkeit des damaligen Kalenders zusammen. Erst der neue Sonnenkalender machte es möglich, die Nilschwemme endlich zuverlässig vorherzusagen. Für die Ägypter war dies lebenswichtig, da es sonst zu regelmäßigen und verheerenden Hungersnöten gekommen wäre. Der „Vater“ dieses Sonnenkalenders war Ra und somit könnte man sagen, dass, wie es in einigen alten Texten wörtlich heißt, Ra das ägyptische Volk vor dem Untergang gerettet hat. Wenn Cheops die große Pyramide also Ra weihen wollte, musste er auch in irgendeiner Form den Sonnenkalender in der Pyramide verewigen. Wie in Punkt 3 angesprochen, ist die Seitenlänge der Pyramidenbasis genau 365,342 Ellen beträgt. Da unser heutiger Kalender im Grunde auf den alte ägyptische Sonnenkalender beruht, haben die Pyramidenerbauer wahrscheinlich somit den Sonnenkalender im Pyramidenfundament verewigt und sollte somit auch für alle Zeiten erhalten bleiben. Vielleicht kann man so das Rätsel um die unvollendete Kammer lösen. Vielleicht war im neuen Konzept der Pyramide kein Platz mehr für eine zusätzliche Grab- oder Schatzkammer. Die Tatsache, dass sowohl die Kammer selbst, als auch der zur Kammer führende Gang trotzdem noch sehr prunkvoll ausgestattet ist, kann man ganz einfach mit dem Charakter von Cheops erklären. Cheops hätte es niemals geduldet, dass irgendeine Kammer in seiner Pyramide, egal ob sie für ihn oder für Ra gedacht war, nicht mit dem teuersten Materialien ausgestattet ist.


3.) Die Königskammer als Grab für Cheops?

Doch die unvollendete Kammer ist nicht der einzige Ort in der Pyramide, um den sehr viele Gerüchte ranken. Einige Ägyptologen sind der Meinung, dass es auch noch ein ungelöstes Geheimnis um die „große“ Galerie gibt. Diese Forscher gingen davon aus, dass in der vollendeten Pyramide eine Große Prozession stattfand, um den Pharao Cheops beizusetzen. Der Gang zur großen Galerie hin und der Gang von der großen Galerie zur Königskammer sind beide zu schmal, um sie aufrecht gehend zu passieren. Doch bei einer solchen Totenprozession gab es bestimmte Riten, die strickt eingehalten werden mussten. Nur so war gewährleistet, dass der Pharao ungehindert in das Reich der Götter überging. Doch es ist eher unwahrscheinlich, dass die hohen Priester ihre feierliche Prozession mittendrin kurz unterbrachen, um sich mit allen nötigen Reliquien durch die beiden kleinen und engen Zwischengängen zu zwängen, um ihre Rituale in der Königskammer abzuhalten und später wieder halb gebückt zurück durch die beiden Gänge krochen. Dies war eigentlich der erste Grund, warum man angenommen hat, dass die Pyramide gar nicht als Grab für Cheops gedacht war. Nur an welchem Ort liegt der große Pharao Cheops sonst begraben, wenn nicht in der großen Pyramide? In Herodots Aufzeichnungen ist zu lesen, dass in der Nähe der Pyramide in eine Felsformation ein weit verzweigtes Netz von Gängen und Kammern angelegt wurde, die vielleicht als Grab für Cheops dienen konnte. Doch eine solche Anlage wäre beinahe schutzlos gegen Grabräuber gewesen. Also mussten sich die Baumeister etwas für den Schutz des Pharaos ausdenken. In Herodots Texten wird von einer Art unterirdischer Wasserburg berichtet. Vielleicht ist Nielwasser abgezweigt worden und in der Fels geleitet worden, um den nötigen Schutz zu gewährleisten. Eigentlich war diese Technik zur damaligen Zeit eher eine Bauart aus nördlicheren Gebieten, zum Teil sogar aus Europa. Doch Cheops selbst war keiner neuen Baukunst abgeneigt, selbst wenn sie aus einem fernen Gebiet stammt. Immerhin war seine Gemahlin selbst auch Europäerin. Allerdings ist dies alles bloß reine Spekulation. Sicher ist nur, dass Cheops mit großer Wahrscheinlichkeit nicht in seiner eigenen Pyramide begraben wurde. Wieso allerdings die Königskammer, auch wenn dort nie jemand begraben werden sollte, trotzdem angelegt wurde, ist bis heute noch ungeklärt.
Dennoch ist auch die Königskammer ein Phänomen an sich. In der Cheopspyramide wirken Kräfte, die sich genau in der Königskammer bündeln. Zahlreich Versuche mit verkleinerten Modellen der Pyramide haben erstaunliche Ergebnisse gezeigt. Wenn zum Beispiel ein rohes Stück Fleisch unter einer Glaspyramide mit den selben Winkeln der Cheopspyramide genau auf die Höhe der Königskammer gelegt wird, und sie darauf nach Osten ausgerichtet wird, setzt kein Verfaulungsprozess ein. Die einzige Veränderung, die zu beobachten ist, ist die Tatsache, dass dem Fleisch binnen wenigen Wochen sämtliche Feuchtigkeit entzogen wurde. Dieses Phänomen ist ebenfalls mit mehreren anderen Testobjekten durchgeführt worden, immer wieder mit dem selben Ergebnis, vorausgesetzt, dass das Pyramidenmodell noch Osten ausgerichtet ist und dass es nicht aus elektrisch leitfähigen Material besteht. Bei einem anderen Versuch wurde bei eine stumpfe Rasierklinge nach einigen Tagen unter der Pyramide durch ein Elektronenmikroskop eindeutig nachgewiesen, dass sich die Oberflächenstruktur der Klinge massiv verändert hat. Und dies alles ohne auch nur den geringsten Einfluss von außen. Man bezeichnet diese Kräfte, die besonders in der Cheopspyramide nachgewiesen wurden, allgemein als Pyramideneffekt. Selbst mit unserem hochentwickelten Wissen können wir uns diesen Pyramideneffekt nicht völlig erklären. Man vermutet, dass der Effekt etwas mit den Gravitationskräften der Erde zu tun hat. Sollte dies so sein, verdeutlicht es nur wieder, welch enormes Wissen die alten Ägypter schon in der damaligen Zeit gehabt haben. Um nun noch einmal auf das Rätsel um die Königskammer zurückzukommen, es sollte ebenfalls noch erwähnt werden, dass der Sarkophag, indem Cheops bestattet worden sein sollte, als die Pyramide das erste mal von Tut Ench´Amun aufgebrochen wurde, leer war. Der mumifizierte Körper von Cheops fehlte. Es stellte sich also unweigerlich die Frage, ob die Cheopspyramide überhaupt als letzte Ruhestätte für Cheops gedacht war. Da dies wohl nicht so war, erhärtet es die Theorie, dass sie dem Sonnengott Ra geweiht war. Dass man ein so phänomenales Bauwerk einzig und alleine einem Gott weiht, hat seine Gründe! Im damaligen Ägypten gehörte der Götterkult zu den wichtigsten Ritualen. Die Götter, später vor Allem der Sonnengott Ra, spielten eine sehr wichtige Rolle im Leben der Ägypter. Wie in Filmen wie „Stargate“ wurden besonders Ra unbeschreibliche Kräfte zugeschrieben. Er war für das Glück und das Unglück des Volkes verantwortlich. Doch durch verschiedene Textüberlieferungen, dass eines Tages Ra in Menschengestalt auf die Erde kam, führten schnell zu Missinterpretationen. Autoren wie Erich von Däniken zum Beispiel sind fest davon überzeugt, dass der Grund für den ausgeprägten und schon fast wahnhaften Glauben an Ra darauf zurückzuführen ist, dass damals tatsächlich ein menschenähnliches Wesen auf die Erde, in diesem Fall in das Zweistromland, kam, und ihnen so das nötige geometrische Wissen für den Bau der Cheopspyramide gab. Weiter meint er, dass die Grabkammer, sofern sie überhaupt eine Grabkammer ist, nicht für Cheops, sondern wörtlich für Ra bestimmt war. Doch auf diese Theorie möchte ich jetzt nicht weiter eingehen, besonders, weil Erich von Däniken mit dieser Meinung relativ alleine dasteht. Aber es beweist, dass man viele der alten Texte, die uns überliefert sind, nicht immer wörtlich zu nehmen sind.


4.) Geheime Kammern in der Cheopspyramide?

Als letztes möchte ich noch einen ganz bestimmten Punkt ansprechen! Es wird hinlänglich behauptet, dass die Cheopspyramide mittlerweile völlig erforscht ist und dass es absolut ausgeschlossen ist, dass es noch irgendwelche geheimen Kammern in der Pyramide gibt. Doch selbst in einigen alten Texten wird von einer weiteren Kammer berichtet. Da gleich mehrere Texte diese Botschaft enthalten, ist es vielleicht doch nicht ganz ausgeschlossen, dass es noch eine weitere Kammer gibt, auf die bis heute noch kein Wissenschaftler gestoßen ist. Doch vor ca. 100 Jahren schon wurde in der Pyramide eine erstaunliche Entdeckung gemacht. Ein englischer Forscher hat einen weiteren kleinen, von einer der Hauptgänge abgehenden Schacht entdeckt. Man bezeichnete diesen Schacht damals eigentlich nur als blinden Schacht, der wahrscheinlich nur symbolischen Charakter hat. Doch 1989 unternahm der deutsche Ingenieur Friedrich Gutenbring mit einem kleinen ferngesteuerten Roboter namens UPOAUT den Versuch, den Schacht zu erkunden, in der Hoffnung, er würde auf die unbekannte Kammer stoßen. Doch nach Tagen war der Weg für den UPOAUF ( zu Deutsch „Erkunder der Tiefe“ ) plötzlich zu ende. Eine Steinplatte versperrte ihm den Weg. An der Steinplatte waren zwei eiserne Verschläge zu sehen, als ob jemand etwas an der anderen Seite versucht man, anzubringen. Doch es ist auch möglich, dass diese zwei Beschläge Teil eines Verriegelungsmechanissmusses sind, der verhindern soll, das der Felsblock entfernt werden kann. Vielleicht ist genau hinter diesem Felsblock die geheime Kammer, die, so besagen es die alten Texte, Botschaften der Götter (oder von Außerirdischen) enthält, die uns Aufschluss über grundlegende Fragen der Menschheit beantworten würden. Oder hat man diese Texte nur falsch gedeutet, vielleicht gibt es wirklich keine Kammer mehr, die wir noch nicht entdeckt haben. Doch durch spätere Untersuchungen wurde ein größerer Hohlraum hinter dem Felsblock festgestellt. Schade nur, dass die ägyptische Regierung sämtliche Forschungsarbeiten daraufhin strikt verboten hat, zumal ebenfalls unter der Sphinx geheime Kammern vermutet werden. Vielleicht liegen in diesen Kammern einige Informationen, die uns bis heute unbekannt sind. Vielleicht würden wir so noch mehr über das beeindruckende Wissen der alten Ägypter erfahren. Vielleicht gelangen wir so doch noch an ein Teil des unglaublichen Wissens, welches beim Brand der großen Bibliothek von Alexandria für immer verloren ging. Doch solange die Regierung weiterhin alle Arbeiten untersagt, werden wir wohl noch weiter träumen und raten dürfen, welche Geheimnisse die Geschichte noch für uns bereithält.








Literaturverzeichnis:

Otto Muck „Cheops und die große Pyramide“

Erich von Däniken „Die Augen der Sphinx“

Erich von Däniken (Herausgeber) „Fremde aus dem All“

Welt des Unerklärlichen „Rätselhafte Vergangenheit“

Heribert Illing und Franz Löhner „Der Bau der Cheopspyramide“

dtv - Lexikon

Internet

Encarter 98

Film „Terra X“ „Der Fluch des Pharaos“

Film „Die Nacht der Aliens“ „Außerirdische, sie kommen wieder!“ (Erich v. Däniken)


Ende des Auszuges


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