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Referat

TitelRenaissancearchitektur 
Anzahl Worte1610 
SpracheDeutsch 
ArtReferat 
SchlagworteKunst, Gotik, Brunelleschi, Donatello, Florenz, Venedig, 
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Auszug aus dem Referat (ohne Grafiken)

Renaissancearchitektur
Kunst der Renaissance
Der Begriff Renaissance (ital. rinascità: Wiedergeburt) bezieht sich auf die Wiederbelebung der Werte der Antike. Die Bewegung erfasste seit dem 15. Jahrhundert von Italien ausgehend ganz Europa und wirkte sich in allen Bereichen des geistigen Lebens aus, speziell in der bildenden Kunst. Besonders prägend war die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts in Florenz, das durch Handel und Geldgeschäfte reich geworden war.
Dies zeigt sich besonders in der Architektur: Die klassischen Bauwerke unterschieden sich deutlich von der gotischen Architektur des Spätmittelalters. Der Florentiner Filippo Brunelleschi (1377-1446) war der einflussreichste Baumeister der italienischen Renaissance und bahnbrechend besonders auf dem Gebiet des Kirchenbaus (kreuzförmige Zentralbauten).
Der Bildhauer Donatello (um 1386-1466) und der Maler Masaccio (1401-1428) spielten eine ähnlich bedeutende Rolle. Donatello arbeitete als erster Bildhauer im Geist der Antike, ohne einfach nur antike Motive zu übernehmen. Masaccio konnte sich nicht wie die Bildhauer an antiken Originalen orientieren, erreichte aber als erster Maler, der die Perspektive beherrschte, einen entscheidenden Fortschritt in der naturalistischen Malerei. Brunelleschi, Donatello und Masaccio schufen um 1425 jeweils die ersten Werke im Stil der Renaissance.
Florenz blieb das ganze 15. Jahrhundert über Zentrum der Renaissance-Kunst. Im 16. Jahrhundert machten Rom und Venedig Florenz Konkurrenz. Neue Ideen gelangten durch reisende Künstler nach und aus Italien. Seit dem 15. Jahrhundert fand durch Aufträge an ausländische Künstler und die Verbreitung von Stichen ein reger Austausch statt.
Bezeichnet man die Zeit ab 1420 als Frührenaissance, so begann ab 1500 die Hochrenaissance, während der die Ideale der Renaissance in der Kunst ihren vollkommensten Ausdruck fanden. Drei Künstlerpersönlichkeiten standen in dieser Zeit im Vordergrund: Leonardo da Vinci (1452-1519), Michelangelo (1475-1564) und Raffael (1483-1520), die schon zu ihrer Zeit hochgeschätzt waren. Sie schufen die Vorstellung vom Künstler als inspiriertem Genie. Nachfolgende Generationen sahen in ihrer Kunst einen Höhepunkt an Harmonie und Anmut.
Die wichtigsten Werke der Hochrenaissance entstanden in Florenz und vor allem in Rom, besonders während des Pontifikates von Papst Julius II. (1503-1513). In der Architektur war Donato Bramante (1444-1514) der führende Baumeister und Julius II. beauftragte ihn mit dem Entwurf für die neue Peterskirche, Michelangelo mit der Deckenbemalung der Sixtinischen Kapelle und Raffael mit der Ausschmückung der Stanzen im Vatikan.
Neben Florenz und Rom wurde Venedig ein Zentrum der Hochrenaissance. Hier wirkten Künstler wie Giovanni Bellini (um 1430-1516), Giorgione (um 1478-1510) und Tizian (um 1477-1576). Die Hochrenaissance mündete Mitte des 16. Jahrhunderts in den Manierismus.
Der Stil der Renaissance setzte sich außerhalb Italiens erst nach 1500 langsam durch. Oft wirkten italienische Künstler an der Ausbildung des Stils mit, der dann gemäß den nationalen Stiltraditionen der jeweiligen Länder umgebildet wurde.
Geschichte und Formen der italienischen Renaissancearchitektur
Der Begriff Renaissance (ital. rinascità, Wiedergeburt) wurde vom Architekten und Kunstschriftsteller Giorgio Vasari (1511-1574) bereits im 16. Jahrhundert geprägt. Vasari hatte mit "rinascità" die Wiedergeburt der Kunst gemeint, nicht das Kopieren der Antike, besonders der römischen Kunst.
Im 19. Jahrhundert wurde aus der französischen Übersetzung der Stilbegriff Renaissance, der zunächst nur die italienische Kunstentwicklung bezeichnete. Der Begriff erweiterte sich jedoch und umfasste schließlich die von der Antike inspirierte Erneuerung der gesamten europäischen Kunst und des geistigen Lebens, die den Beginn der Neuzeit markiert.
In der Architektur zeigte sich die Abwendung von der gotischen Kunst auch daran, dass nicht mehr ausschließlich die Kirche im Zentrum des baukünstlerischen Schaffens stand. Gleichberechtigte Aufgaben waren auch Palast, Villa, Rathaus und Wohnhaus des wohlhabenden Bürgers. Eine Änderung trat auch in der Person des Künstlers ein. Die Renaissance ist geprägt von individuellen, universalen Künstlerpersönlichkeiten, die in den Mittelpunkt der Kunst rückten und nicht wie im Mittelalter als anonyme Handwerker arbeiteten.
Renaissancebauten entstanden nach einem festgelegten Schema, sind harmonisch und ausgewogen in den Maßverhältnissen und weisen klare Gliederungen der Baukörper und Dekorationen aus. Bauglieder sind einfache geometrische Grundformen, Rundbogen, Gewölbe, Portale, kräftige horizontale Gesimse, Pilaster, Zentralbauten und die fünf Säulenordnungen: toskanisch, dorisch, ionisch, korinthisch und römische Kompositordnung.
Ausgangspunkt der Renaissancekunst war die 1421 begonnene doppelschalige Kuppel des Florentiner Doms von Filippo Brunelleschi (1377 - 1446), mit der heute der Beginn der Renaissance bezeichnet wird. Brunelleschi hatte in Rom die römischen Altertümer studiert. Danach wandte er die antiken Maßverhältnisse und Bauelemente in der Architektur an und passte sie den Erfordernissen seiner eigenen Zeit an, ohne jedoch den griechischen Gliederbau oder den römischen Massenbau zu kopieren. Die Formen wurden von anderen Architekten und Theoretikern, Leon Battista Alberti (1404 - 1472), Donato Bramante (1444 - 1514), Raffael (1483 - 1520) oder Michelangelo (1475 - 1564) aufgenommen und systematisch ausgebildet.
Dabei spielte auch die Theorie eine große Rolle. Anfang des 15. Jahrhunderts entdeckte man in Italien die nach 33. v. Chr. entstandenen "Zehn Bücher über die Baukunst" ("De architectura") des römischen Architekten Vitruv (geb. um 84 v. Chr.). Die Renaissancearchitekten setzten sich genau mit den von ihm beschriebenen Stilen, Techniken, Regeln und Maßverhältnissen auseinander. Daraus entwickelten sie die Säule als bestimmendes Element für die Maßverhältnisse des ganzen Baus. Die Proportionen richteten sich nach der menschlichen Gestalt.


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Renaissance
Renaissance - Malerei und Kunst
Die Anfänge in Florenz

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Francesco Petrarca (1304 - 1374)

© Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh

Unter dem Einfluss des Dichters Francesco Petrarca (1304-1374) begann sich das gebildete Italien im 14. Jahrhundert auf seine römische Vergangenheit zurückzubesinnen, auf die lateinische Sprache und Dichtung, aber auch auf die griechische Antike. Dies geschah vor dem Hintergrund eines politisch zerfallenen Italiens und eines noch von den strengen, auf das Jenseits gerichteten mittelalterlichen kirchlichen Dogmen bestimmten Lebens. Das in humanistischen Studien wiedergewonnene Wissen und die Philosophie der Antike half den Menschen, zu einer auf das Diesseits gerichteten Lebensgestaltung zu finden. Der Mensch der Renaissance entdeckte seine Individualität. Bei den Künstlern äußerte sich dies in einem ganz neuen selbstbewussten Schaffen. Gefördert wurden die jungen humanistischen Gelehrten und Künstler in erster Linie von den aus dem Kaufmannsstand hervorgegangenen, reichen und gebildeten florentinischen Patriziern wie den Brüdern Cosimo und Lorenzo de' Medici, den mächtigsten Herren von Florenz.
Die Entdeckung der Perspektive und die Architektur
Bei der Beschäftigung mit der geistigen Hinterlassenschaft der Antike entdeckten die Humanisten und Künstler der Renaissance auch die antike Architektur mit ihrer Beschränkung auf die Grundformen Quadrat, Kreis, Kugel, Zylinder und Quader wieder. Aus der Beschäftigung mit der mathematischen Optik des Euklid entwickelte der florentiner Bildhauer und Baumeister Filippo Brunelleschi (1377-1446) die linearperspektivische Konstruktion. Ebenso bedeutend für die Entwicklung der Renaissancearchitektur war der genuesische Baumeister Leon Battista Alberti (1404-1472), der die Theorie der Luftperspektive aufstellte. Beide setzten sich mit dem Widerspruch zwischen der objektiven Größe eines Gegenstands und dessen subjektiver, vom jeweilgen Standort des Betrachters abhängigen Wahrnehmung auseinander.
Aus diesen Erkenntnissen heraus schuf Brunelleschi 1420-1436 die doppelschalige Kuppel des Doms von Florenz. Die Auseinandersetzung zwischen der neuen und der alten Architektur zeigte sich beim Kirchenbau in dem Rang, der der Form des Zentral- und des Basilikabaus beispielsweise beim Bau des Petersdoms in Rom zugemessen wurde. Die ideale architektonische Form der Renaissance, der Zentralbau, wurde - auch aus liturgischen Gründen - in den Basilikabau integriert oder bildete nur Beiwerk. Zu den reinen, das Renaissance-Ideal von Architektur verkörpernden Zentralbauten gehören die von Bramante (1444-1514) erbaute Kirche Santa Maria della Consolazione bei Todi (begonnen 1504) und das Meisterwerk des Venezianers Andrea Palladio (1508-1580), die berühmte Villa Rotonda bei Vicenza. Wie bei der Villa Rotonda, dem Sommersitz eines venezianischen Patriziers, kam in der Renaissance neben dem Sakral- auch dem Profanbau eine hohe Bedeutung zu. Die Herrscher der oberitalienischen Herzogtümer und die Patrizier aus den Stadtstaaten ließen sich prächtige Stadtpaläste und Sommervillen in dem neuen Stil errichten. Es entstanden in der Renaissance auch etliche, jedoch nie oder nur bruchstückhaft realisierte Pläne idealer Städte mit öffentlichen Plätzen, kommunalen Einrichtungen, Markthallen, Brücken, Kanalisationsanlagen und Befestigungsbauten.
Plastik
© aisa, Barcelona

Einhergehend mit der Entdeckung der Individualität, wurde die Darstellung der menschlichen Gestalt das beherrschende Motiv der Malerei und der Plastik der Renaissance. Noch ganz der antiken Idealvorstellung menschlicher Schönheit verhaftet war die Statue des "David", die Michelangelo Buonarotti (1475-1564) zwischen 1501 und 1504 für den Palazzo Vecchio in Florenz schuf. Leonardo da Vinci (1452-1519) beschäftigte sich eingehend mit anatomischen Studien und versuchte, die idealen Proportionen des menschlichen Körpers mathematisch-geometrisch zu berechnen. Waren Plastiken bisher nur für den sakralen Bereich oder für Grabmäler entstanden, so schufen die Künstler der Renaissance Statuen realer Zeitgenossen mit deren individuellen Zügen. Die Ersten dieser Art waren die Reiterdenkmäler der Condottieri (italienische Söldnerführer der Renaissance) Gattamelata in Padua (begonnen 1447) von Donatello (um 1396-1466) und Colleoni in Venedig (begonnen 1479) von Verrocchio (1435-1488). Weitere aus der Antike übernommene Formen der plastischen Darstellung menschlicher Gesichtszüge in der Kunst der Renaissance waren Büsten und Medaillen. Auch für Brunnenanlagen wurden Plastiken geschaffen wie der "David" von Donatello, die erste Aktdarstellung der Renaissance.
Malerei
Noch vor den Standbildern entstanden in der Renaissance denkmalartige Kolossalgemälde für Kirchen, Paläste und öffentliche Gebäude. Ein neues Genre derMalerei war die Darstellung von lokalgeschichtlichen Ereignissen wie festlichen Zeremonien oder gewonnenen Schlachten vor allem für die Rathäuser der italienischen Stadtrepubliken. Für die humanistisch gebildeten Auftraggeber aus Adel und Stadtpatriziat wurden Ereignisse aus der antiken Geschichte wie der "Triumphzug Caesars" (um 1490) von Mantegna (1431-1506) oder Szenen aus der Mythologie gemalt. Für die Privaträume der Häuser und Paläste entstanden Gemälde wie die "Mona Lisa" (um 1503) von Leonardo da Vinci, "Irdische und Himmlische Liebe" (1514) von Tizian (um 1477-1576) oder weibliche Akte wie die "Geburt der Venus" (um 1485) von Botticelli (1445-1510), die "Schlafende Venus" (um 1508) von Giorgione (1478-1510) und "Danae" (1554) von Tizian. Maler wie Tizian, Raffael (1483-1520), Leonardo da Vinci und Piero della Francesca (um 1417/20-1492) schufen auch "private" Porträts von Renaissanceherrschern, in denen sie wie in dem von Pietro della Francesca stammenden Doppelporträt "Battista Sforza und Federico da Montefeltro" (um 1472) ohne jegliche Insignien von Macht und Würden gezeigt werden. Ebenfalls für den privaten Bereich oder für die Hauskapellen der Paläste entstanden Andachtsbilder wie die bekannten Madonnen von Raffael und Tizian.




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