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clemens clemens clemens
Referat

TitelBetriebserkundung 
AutorTobias Schmid t.schmid@stz-stams.tsn.at 
Anzahl Worte1705 
SpracheDeutsch 
ArtSeminararbeit 
SchlagworteRealbegegnung, Schulausflug, Hotel, Fragebogen, 
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Auszug aus dem Referat (ohne Grafiken)

Pädagogische Akademie der Diözese Innsbruck in Stams
Stiftshof 1 6422 Stams






REALBEGEGNUNG
Eine Betriebserkundung mit einer 4. Klasse Hauptschule in ein angesehenes Hotel im Dorf





BOLK – Projektarbeit




Schmid Tobias
HS VI
PK 02 02 88056

Haiming, Stams im März 2005
Inhalt

Inhalt
2
Einleitung
3
1. Vorbemerkung zur Realbegegnung
4
2. Realbegegnung – allgemein
5
2.1. Direkte Begegnung
5
3. Realbegegnung – konkret
5
3.1. Checkliste für Realbegegnungen
6
3.2. Notwendige Absprachen
7
4. Ort der Realbegegnung
8
4.1. Struktur des Hotels
8
5. Planung – Durchführung
10
5.1. Fragen und Antwortblatt
11
6. Nachbereitung
13
6.1. Fragebogen – Reflektion
14
Schlussbemerkung
15
Literatur
16
Anhang
16
Einleitung

Diese Projektarbeit besteht zum Teil aus konkreten Beispielen, zum Teil aus Fiktion.
Die Fiktion dieser Arbeit ist, dass ich diese Realbegegnung in der Praxis ja nicht durchführe, Fiktion ist daher die Schule, die Klasse, der Ort der Realbegegnung, und auch die äußeren Umstände.
Konkret sind alle Angaben zum Hotel – dank dafür an GF Köck Willi und seiner Assistentin Hörenz Sonja für die Beantwortung vieler Fragen – und konkret ist auch, dass den SchülerInnen der Hauptschule Haiming eine Woche „schnuppern“ in den Haiminger Betrieben offen steht – auf freiwilliger Basis.

Fiktion wird dann konkret, wenn diese Projektarbeit zumindest durchführbar wäre, und das soll mein Anspruch sein.
1. Vorbemerkung zur Realbegegnung

Die Realbegegnung findet in der 4. Klasse Hauptschule Haiming im Wintersemester statt, sie dient als Abschluss des Freifaches „Berufsorientierung“. (Wobei die Realbegegnung entsprechend vor- und nachbearbeitet wird.) Entgültiger Abschluss der BO ist dann im Frühjahr, wenn die Schülerinnen und Schüler eine Woche lang in einem Betrieb ihrer Wahl „schnuppern“ dürfen.

Das Hotel – Restaurant – Bar Föhrenhof nimmt jährlich einige SchülerInnen zum schnuppern auf. Dabei können die Schülerinnen und Schüler ungefährliche Tätigkeiten ausführen, um Materialien, Geräte, das Haus und die Arbeit im Gastgewerbe (aber auch Bürotätigkeiten – interessant für Bürokauffrauen/männer) kennen lernen. Sie werden dabei aber nicht direkt als Arbeitskräfte betrachtet und werden nicht vollständig in den Arbeitsprozess eingegliedert. Die körperliche und geistige Reife der Schülerinnen und Schüler wird dabei berücksichtigt.

Durch diese optimale Konstellation – die Hauptschule liegt nur zweihundert Meter vom Föhrenhof entfernt und das Haus ist auch bereit SchülerInnen bei sich aufzunehmen – bietet sich die Realbegegnung im Vorfeld hervorragend an.

Zusätzlich wurden von mir noch sogenannte "schulfremde" Personen in den Unterricht eingeladen. Auch sie gaben unmittelbare Einblicke in die Berufs- und Arbeitswelt, so dass die Hauptschüler/innen optimal auf die Berufswelt vorbereitet werden.




2. Realbegegnung – allgemein

2.1. Direkte Begegnung

Unter diesem Begriff werden alle direkten Begegnungen der Schülerinnen und Schüler mit Personen und Einrichtungen der Arbeitswelt oder aus dem Ausbildungsbereich zusammengefasst.
Dabei können sie zum Beispiel



3. Realbegegnung – konkret

Das Ziel dieser Realbegegnungen ist den Schülerinnen und Schülern unmittelbare Einblicke in die Berufs- und Arbeitswelt zu ermöglichen, ihnen lebens- und berufsnahe Informationen über die Vorgänge in Betrieben und Ausbildungseinrichtungen zugänglich zu machen. Sie sollen sich mit den Anforderungen, Entwicklungen und Technologien in der Arbeits- und Berufswelt auseinander setzen können. Dies soll einerseits zu ihrer Berufsfindung beitragen und ihnen andererseits konkrete sozial- und wirtschaftskundliche Aspekte der Arbeitswelt nahe bringen.
Um den Erfolg solcher Begegnungen zu gewährleisten, ist eine Vor- und Nachbereitung nötig, und zwar sowohl mit den Schülern und Schülerinnen als auch mit ihren außerschulischen Kontaktpersonen. Außerdem müssen Realbegegnungen gezielt in den Gesamtablauf des Berufsorientierungs-prozesses eingebaut werden und die Schwerpunktsetzungen der unmittelbaren Bedarfssituation, der persönlichen Problemstellung und dem Alter der Schüler und Schülerinnen entsprechen.


3.1. Checkliste für Realbegegnungen

Realbegegnungen sollen zu einem Erfolg für alle Beteiligten (Schülerinnen und Schüler, Eltern, Betriebe, Lehrerinnen und Lehrer) werden, wobei unter Erfolg vor allem die Zufriedenheit und der Nutzen von Bedeutung sind.

Während der Vorbereitung wird erarbeitet, welche Erfahrungen und Erkenntnisse die Schülerinnen und Schüler anstreben. Dazu werden auch konkrete Beobachtungsaufträge und Fragestellungen formuliert und die Art der Dokumentation vereinbart. So weit möglich, werden bereits im Vorhinein Informationen über den Betrieb eingeholt.
Sicherheitsaspekte und organisatorische Fragen (Zeitablauf, Treffpunkte, benötigte Unterlagen und Materialien, besondere Bekleidung) werden zunächst mit dem Hotel Föhrenhof besprochen und dann an die Schülerinnen und Schüler weitergeleitet.

Die Erziehungsberechtigten werden über die wesentlichen Ergebnisse der Vorbesprechungen informiert.

3.2. Notwendige Absprachen

Mit den Betreuenden im Betrieb sind detaillierte Absprachen nötig, und zwar über:

  1. Zielsetzungen der Veranstaltung
  2. Bedeutung des direkten Kontakts der Schüler/innen zu berufstätigen oder in Ausbildung stehenden Personen
  3. Angestrebte Erfahrungen, Einblicke, Informationen für die Schüler/innen
  4. Rechtliche Rahmenbedingungen
  5. Aufsichtspflicht
  6. Sicherheitsvorschriften
  7. Konkrete Durchführung
  8. Zeitlicher Ablauf
  9. Maßnahmen bei Zwischenfällen
  10. Kontaktaufnahme zwischen den Schüler/innen und den Personen im Betrieb (Gespräche, Interviews)
  11. Präsentation der Institution (Anschauungsmaterialien, Unterlagen)
  12. Einbeziehung und Tätigkeitsbereiche der Schüler/innen (Beobachtung, direkte Teilnahme)
  13. Dokumentation durch die Schüler/innen (Erlaubnis für Aufnahmen auf Tonband, Foto, Video)


Vor der Durchführung bleibe ich sowohl mit den Schüler/innen als auch mit den mitbetreuenden Lehrer/innen und der Ansprechperson im Hotel in Verbindung.



4. Ort der Realbegegnung

Der Föhrenhof mit seinem Hotel, Restaurant und Bar ist auf vielerlei Weise spezialisiert um den verschiedensten Ansprüchen seiner Kunden gerecht zu werden. Die Lage in Haiming ist – abgesehen vom guten Anschluss an die Bahn und an die Autobahn – touristisch leider nicht sehr einfach. Vor allem im Winter sind die Nachbarorte Ochsengarten und Ötz – durch die direkte Verbindung ans Skigebiet – bevorzugt.
Der Sommertourismus in Haiming hat sich vor allem auf die Outdoor Sportarten wie Rafting, Canyoning, Klettern und Radfahren spezialisiert. Doch diese hauptsächlich junge Zielgruppe ist in einem Hotel schwer unterzubringen. Daher legt das Hotel auch einen Schwerpunkt auf Tages- und Seminargäste sowie auf Handelsreisende.
Die Hotelgäste und die Einheimischen erfreuen sich im Restaurant auf kulinarische Höhepunkte. Spezialabende zu den Themen Fisch, Steak und Asian Noodls erfreuen sich großer Beliebtheit.
Die angeschlossene Engel-Bar ist Treffpunkt der Einheimischen und lädt auch die Hotelgäste ein, bei Bier, Wein und Whisky den Urlaubs- und Geschäftstag in angenehmer Atmosphäre ausklingen zu lassen.
Dem Hotel – Restaurant – Bar Föhrenhof ist auch das Seminar und Veranstaltungszentrum „Oberlandsaal“ angeschlossen, der sich hervorragend für Feierlichkeiten von Weihnachtsfeiern bis Hochzeiten, für Seminare und Vorträge und für kulturelle Highlights wie Theater und Konzerte hervorragend eignet.


4.1. Struktur des Hotels
Der Föhrenhof ist eine Ges.m.b.H. unter Führung von Peter Neurauter und Günther Höpperger. Die Geschäftsführung hat KM Willi Köck inne, ihm zur Seite steht die Chefrezeptionistin Sonja Hörenz.
Der Betrieb beschäftigt 22 dauerhafte Angestellte.
Struktur und Angestellte sind in nachstehender Grafik dargestellt:























Bei Großveranstaltungen wie Hochzeiten, Bälle, etc. werden noch Leasing-ArbeiterInnen – der Firma Trenkwalder / Imst – beschäftigt.

5. Planung – Durchführung

Die von mir gewählte Form der Betriebserkundung wird ein Mix aus Gesamterkundung und Bereichserkundung werden.
Die ganze Klasse erkundet zunächst gemeinsam den ganzen Betrieb – alle sehen, hören und erleben das Gleiche. Organisatorisch ist dies sowohl für mich als Lehrer als auch für das Hotel die einfachste Form. Außerdem erfahren die SchülerInnen die sehr umfangreichen Betätigungsfelder in einem großen Gastronomiebetrieb.
Den Abschluss bildet dann eine Art von Bereichserkundung.
Die Schülerinnen und Schüler müssen sich in der Schule für eines von 4 Bereichen entscheiden. Folgende Bereiche stehen ihnen dabei zur Auswahl:


Die restlichen, vor allem jene (Mädchen) die gerne in einem Pflegeberuf arbeiten wollen, schließen sich einer Gruppe ihrer Wahl an.

In der Schule wird in Gruppenarbeit die Ausbildungsverordnung und ein Tätigkeitsprofil pro Sparte aus dem Internet (Wirtschaftskammer, biz, ams, AK, ...) geholt um sich näher über den Beruf ihrer Bereichserkundung zu erkundigen.

Die Gruppe „Service“ beschäftigt sich dabei mit dem Berufsbild des/der >RESTAURANTFACHMANNES/FRAU<

Die Gruppe „Büro“ beschäftigt sich dabei mit dem Berufsbild des/der >HOTEL und GASTGEWERBEASSISTENTEN/IN<

Die Gruppe „Küche“ beschäftigt sich dabei mit dem Berufsbild des/der >KOCHS/KÖCHIN<

Die Gruppe „Handwerk“ beschäftigt sich dabei mit dem Berufsbild des/der >ELEKTRIKER/IN<

Denn im Abschluss unserer Gesamterkundung steht den Schülerinnen jeweils eine Person für Fragen und Antworten zur Verfügung.
Dies sind ein ausgebildeter Koch (Kochlehre), eine ausgebildete Rezeptionistin (Hotelfachschule im Zillertal), eine ausgebildete Kellnerin (Doppellehre Köchin/Kellnerin) und der Hausmeister als ausgebildeter Elektriker.

Allfällige Fragen wurden im Vorfeld an der Schule schon ausgearbeitet.
Diese jeweiligen Fragen und Antworten bilden das Fundament unserer Nachbereitung.
Des weiteren erhält jede/r Schüler/in eine Fragen- und Antwortblatt, welches sie/er während der Realbegegnung ausfüllt. (Siehe nächste Seite!)

5.1. Fragen- und Antwortblatt
(aus RAHTHMANNER 2004, 29)


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6. Nachbereitung

In der Nachbereitung wird ausgewertet, welche Informationen und Erfahrungen die Veranstaltung gebracht hat. Dies könnte zum Beispiel durch das Anfertigen von Protokollen und Plakaten erfolgen. Die Jugendlichen sollen die gewonnenen Erkenntnisse mit ihren bisherigen Vorstellungen nun mit ihren persönlichen Berufswünschen in Beziehung setzen und mögliche Schlussfolgerungen daraus ziehen.

Bevor wir jedoch über die Betriebserkundung sprechen und diskutieren, Plakate gestalten und einen Dankesbrief an den Hotel Föhrenhof schreiben, füllen die Schüler/innen folgende Umfragebogen aus (siehe nächste Seite!):
6.1. Fragebogen – Reflektion
(aus RATHMANNER 2004, 28)


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Schlussbemerkung

Alleine schon die Befragung im Hotel – Restaurant – Bar Föhrenhof hat etliche Zeit in Anspruch genommen, daher ist es für mich nicht verwunderlich, dass so wenige Hauptschulen auf eine Betriebsbesichtigung zurückgreifen, obwohl sie sicher sinnvoll ist, vor allem wenn so viele Lehrberufe in einem Haus zu finden sind. Und wenn es zum Abschluss der Besichtigung vom Hotel noch einen Toast und ein „Saft’l“ gäbe, wären ja auch die SchülerInnen mit Eifer dabei.


Dank gilt nochmals dem Hotel Föhrenhof für die Mühen allfällige Fragen zu beantworten.

Im Anhang findet sich noch die Ausbildungsverordnung für eine/n Hotel und Gastgewerbeassistenten/in, da auch der Föhrehof zwei HGA Lehrlinge angestellt hat.













Literatur:

RATHMANNER Elisabeth (2004) Betriebserkundung leicht gemacht; Eine Handreichung für den BO-Unterricht; Nr. 3; Reihe Berufsorientierung, Wien (Eigenverlag AK-Wien und VÖGB)























Anhang:
(Ausbildungsverordnung für eine/n Hotel und Gastgewerbeassistenten/in)

Ende des Auszuges


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