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Referat

TitelBedeutung und Probleme der Nachhaltigkeitskonferenzen 
AutorSebastian Bartels bartels_sebastian@web.de 
Anzahl Worte1067 
SpracheDeutsch 
ArtReferat 
SchlagworteUmwelt, Klima, Nachhaltig, Nachhaltigkeit, Konferenzen, Entwicklung, 
Downloads++++ 
Bewertungnicht bewertet 

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Auszug aus dem Referat (ohne Grafiken)


Autor / Fach / Datum / KlasseSebastian Bartels 27. September 2004
WiWi Hausarbeit FB 4 / 2
AufgabenstellungWelche Bedeutung messen Sie internationalen Umwelt-, Klima-, und Entwicklungskonferenzen bei? Stellen Sie die Probleme da und entwickeln Sie 3 Lösungsvorschläge!


Einführung - Bedeutung und Probleme der Nachhaltigkeitskonferenzen

Konferenzen, die dem nachhaltigen Umgang mit den Lebensgrundlagen unserer sowie zukünftiger Generationen gewidmet sind, haben spätestens seit 30 Jahren eine fundamentale Bedeutung für die nachhaltige Entwicklung des Menschen. Durch Forschungen wurde ab Mitte des 20. Jahrhunderts deutlich, dass das größte Problem der Welt in der raschen Entwicklung der Weltbevölkerung, mit der zu erwartenden Übernahme des westlichen Lebensmodells durch Milliarden von Menschen [unbegrenzte Bedürfnisse] und der Folge davon, der Gefahr einer Zerstörung sowohl von sozialem und kulturellem Kapital als auch, und das wird vielleicht das größte Problem sein, von ökologischem Kapital, liegt. Das ökologische Kapital betrifft Bereiche wie Klima, Wälder, Böden, Trinkwasser, Meere, Biodiversität. Dies hat zwei große Ursachen.

* Nicht regenerierbare Rohstoff- u. Energiequellen werden ausgebeutet (wobei in volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen und in den Kostenrechnungen der Betriebe so getan wird, als ob dieser Verzehr an natürlichen Produktionsfaktoren kostenlos sei.) [Effekte der Produktion ; Externalisierung]
* Private Haushalte und Betriebe belasten in steigendem Maße mit ihren Abfällen (Emissionen, Konsumüberschuss, biotoxischen Abfall (Landwirtschaft, klassische Energiegewinnung u. Kernenergie)) die natürliche Umwelt derart, dass das ökologische Gleichgewicht ge- und zerstört wird.

Zur Lösung dieser Probleme sind schon Ende des 19. Jahrhunderts UKE-K initiiert worden. Deren Ergebnisse man aber im Großen und Ganzen mit "eher schlecht als recht" beschreiben kann.

Die größten Probleme auf die Initiatoren von UKE-K [Umwelt-, Klima- und Entwicklungskonferenzen] stoßen sind:

* Widerstand von Staaten in deren Marktwirtschaften Unternehmen großen
Einfluss besitzen
* Fehlende Finanzmittel von Staaten der 2. - 5. Welt
* Fehlen einer unmittelbaren internationalen Betroffenheit in Bezug auf anthropogen UKE-Veränderungen ...,

... denn im Gegenzug sind lokale Umweltschäden greifbar und somit ist regionale Umweltpolitik einfacher vermittelbar.

Daraus resultiert oft ein langwieriges Verfahren, denn die Staaten sind sich meist sehr strittig über die Verfahrensweisen (Finanzierung, Ablauf, Folgen, Dauer und genaue inhaltliche Bestimmungen) der zum Beschluss vorgelegten Verhandlungen. Des Weiteren ist auch eine Lethargie bei einigen Experten und Mitgliedsstaaten der UKE-K zu beobachten [1], welches ein Voranbringen nicht vereinfacht. Das größte Problem ist und bleibt aber der voluminöse Einfluss von Unternehmen auf die nationale Umweltpolitik (s. o.). Diese beklagen sich bei drohender Verschärfung der nationalen Umweltschutzgesetze [Internalisierung von externalisierten Kosten] über steigende Kosten und drohen den nationalen Regierungen mit Rationalisierungsmaßnahmen und Out-Sourcing, welches u. a. stark rückläufige Steuereinnahmen für die Regierungen bedeuten würde. Deshalb werden, um einen Konsens zwischen allen beteiligten Ländern zu erzielen, zu einigen, aber wichtigen Punkten nur sehr allgemeine oder unverbindliche Formulierungen gewählt. Was besonders von Umweltverbänden und nichtstaatlichen Entwicklungsorganisationen kritisiert wird.

[1] Brockhaus-Wissen ; Umweltschutz: Aufgaben der Umweltschutzpolitik # Positionen in der Ökologiedebatte
Die Sicherung der nachhaltigen Entwicklung ist definitionsgemäß eine langfristige zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Und dieses ist nur mit dem Basisinstrument der internationalen UKE-K zu bewältigen. Aus diesem Grunde habe ich folgend drei kurze Lösungsansätze skizziert.


Reziproker Altruismus

...die Wandlung egoistischer Verhaltensweisen in altruistische (Selbstlose) Handlungen.
"Ich helfe anderen, damit auch mir geholfen wird."

Projeziert auf die Probleme der UKE-K würde es bedeuten: Staaten die es nicht für nötig halten sich an diesen Konferenzen zu beteiligen und / oder ihre Beschlüsse umzusetzen / ratifizieren, von bestimmten Vergünstigungen und Gewinnen auszuschließen. Im Gegenzug können Nationen die sich an diesen Konferenzen beteiligen mit Vergünstigungen rechnen. Um den Ansporn zu vergrößern, sich an Beschlüsse zu halten, wäre eine Aufteilung in Kategorien auch besonders dienlich. z. B.

* Teilnahme und Planerfüllungsbemühungen
* Planerfüllung
* Planübererfüllung

Mit jeweils steigenden Vorteilen, die unter den ökonomischen Globalisierungsgesichtspunkten wie folgt aussehen könnten.

* Zollab- und Nachlässe (z. B. internationale Stahl-, Agrar- und Handelszölle)
* Höhere Entwicklungshilfen für Schwellen- und Entwicklungsländer
* Privilegierte Wirschaftsbeziehungen
* Übernahme weiterer Kosten für umwelt- und strukturpolitische Maßnahmen


Qualitatives statt quantitatives Wachstum

...ist die aktuelle Richtungsbemühung der UKE-K.

Die Diskussion um die Gefahren des rein quantitativen Wirtschaftswachstums hat die Forderung nach einem qualitativen Wachstum aufkommen lassen, das z. B. mit Hilfe folgenden sozialen Indikatoren gemessen und gesteuert werden kann.

* Verbrauch bzw. Verbrauchsminderung an Rohstoffen durch rohstoffschonende Produktionsfaktoren
* Die Faktoren der Ressourcenproduktivität erhöhen
* Verminderung der Umweltbelastung durch Verringerung der Schadstoffemissionen der Betriebe und privaten Haushalte
* Die Produktivität von Recycling weiter erhöhen
* Ausweitung des tertiären (dritten) Sektors
* Erhalt und Erhöhung von sozialem Kapital

Da aber Erfolge auf diesen Sektoren nicht zwangsläufig auch nachhaltige Entwicklung bedeuten, möchte ich noch ein kritisches Zitat anmerken.
Als eines der größten Hindernisse auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung nennt "F.-J. Radermacher" in seinem Bericht des "Information Society Forums der Europäischen Kommission" und des "Forum Info 2000 der Bundesregierung" so genannte "Rebound-Effekte" (die Verwertung der gesteigerten Ressourcenproduktivität nicht zur Reduktion der Gesamtbelastungen, sondern - unintendiert - die vermehrten Ausplünderung der Natur und der Sozialsysteme durch immer mehr Menschen und immer mehr individuelle Tätigkeiten) als größten Hemmschuh.



Neoklassizismus - schwache Nachhaltigkeit

Die neoklassische Denkschule geht von der "schwachen Nachhaltigkeit" aus [2], wenn schwindendes Naturkapital (Umweltschäden, schrumpfende Ressourcen...) für künftige Generationen hinnehmbar ist, aber dafür ein gleichwertiger Ersatz an produktivem Potenzial geschaffen wird (etwa in Form von Wissen und technischen Anlagen).
Es müssten dafür aber, unter anderem, folgende Errungenschaften gegeben sein um diese Art nachhaltiger Entwicklung mittel- bis langfristig hinnehmen zu können.

* Erhöhung der Ressourcenproduktivität um den Faktor < 10
* Erhöhung der Produktivität von Recycling um den Faktor < 15
* Erhöhung der Produktivität von Umweltschutzmaßnahmen um den
Faktor < 10
* Rückgang, besser stagnieren der Geburtenrate, im besten Fall Rückgang der Gesamtbevölkerungsrate

Somit ist diese Art von nachhaltiger Entwicklung nur möglich, wenn der technisch - wissenschaftliche Fortschritt eine stetige Steigerung der Faktoren zulässt, und auch nur dann! Denn mit der Minderung der Ressourcen, müsste die Frequenz des technisch - wissenschaftlichen Fortschrittes antiproportional steigen.


Fazit

Wie sicher schon ersichtlich, ist keiner der drei Lösungsansätze ohne Abhängigkeit des anderen.
Einzelne Kriterien können auch Kriterien eines anderen Lösungsansatz sein, genau so kann ein Kriterium erst duch ein- bzw. aussetzen des anderen entstehen oder gar wirken.
Damit Menschen der dritten - fünften Welt sowie meine Kinder und Enkel noch im Wohlstand leben können und sich die meisten ihrer Bedürfnisse befriedigen können, ist ein Vorrantrieb entscheidener und verbindlicher UKE-K unbedingt von Nöten.

Ein sehr Erfolg versprechender Ansatz zur Lösung dieser Probleme wäre wohl eine Parität des reziproken Altruismus und qualitativen Wachstums, statt ökologischem Russischroulett in Form von schwacher Nachhaltigkeit.

























[2] Brockhaus-Wissen ; nachhaltige Entwicklung: Grundlagen # Wirtschaftswissenschaftliche Anknüpfungspunkte







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