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Referat

TitelDas Barock 
AutorLEna Broneder 
Anzahl Worte1567 
SpracheDeutsch 
ArtReferat 
SchlagworteArchitektur; Malerei; Musik; Manierismus; Andreas Gryphius; Grimmelshausen; Epik; Lyrik; Dramatik;  
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Auszug aus dem Referat (ohne Grafiken)

Das Barock

Allgemein:

Das Barock nahm seinen Ausgang von Rom und breitete sich dann über Europa aus. Zentren barocker Kultur waren unter anderem Frankreich und Österreich.

Wortbedeutung:
Das Wort „Barock“ kommt aus dem portugiesischen “barocco“ und bedeutet „seltsam geformte, schiefrunde Perle“. Es wurde im 18 Jh. in Frankreich als Bezeichnung (baroque) für Kunstformen gebraucht, die dem klassizistischen Geschmack der Franzosen nicht entsprachen, der Begriff war also ursprünglich abwertend gemeint.

Grundlagen:
Das Zeitalter des Barock wurde von drei Grundkräften bestimmt: Dem Absolutismus, der Kirche und der Tradition der Antike.
Sichtbarer Ausdruck des Absolutismus ist das Schloss. Ein barockes Schloss ist groß, ausladend, geschmückt mit Marmorsäulen, breiten Treppen, raffinierten Wand- und Deckenmalereien. Alles soll überwältigend wirken um dem Besucher zu zeigen, wie mächtig und bedeutend der Besitzer des Schlosses ist. Denn ein barockes Schloss (z.B.: Versailles bei Paris, Schönbrunn in Wien oder Nymphenburg in München) war mehr als ein Wohnsitz; es war das Zentrum der fürstlichen Macht. Der absolutistisch regierende Herrscher entfaltete in dem Schloss und in der Parkanlage, die zum Schloss gehörte, seine prachtvolle Hofhaltung. Zu diesem Zweck war natürlich viel Personal nötig und unter anderem wurden auch Dichter (die meistens zu Geburtstags oder Thronfeiern) Gedichte oder Theaterstücke zu verfassen hatten.
Die (katholische) Kirche war ein weiterer Auftraggeber der Dichter. Im Zuge der Gegenreformation hatte die Kirche viele Anstrengungen unternommen. Dazu gehörte auch der neue Baustil des Barock, der sich im 17 Jh. durchsetzte. Er entsprach äußerlich dem eines Schlosses und sollte eine ähnliche Aufgabe erfüllen. Säulen, Malereien, viel Gold, Engel- und Heiligenfiguren, Farben und raffinierte Lichteffekte, die durch die Gestaltung der Fenster erzeugt wurden, sollten die Sinne der Gläubigen betören und sie von der Größe der katholischen Kirche überzeugen. Der Dichtung fiel die Aufgabe zu, geistliches Gedankengut in Liedern, Gedichten oder Schauspielen zu verarbeiten.
Die dritte bestimmende Kraft des Barock war die Tradition der Antike. In einer Weise, die heute kaum noch nachzuvollziehen ist, galten antike Schriftsteller (u. A.: Homer, Aristoteles, Ovid, uvm) und ihre Werke als die großen Vorbilder. Anweisungen und Vorschriften über die Literatur, die die antiken Schriften enthielten, versuchte man zu erfüllen. Man strebte ferner danach, Werke zu schaffen die mit den antiken vergleichbar waren. Für den Dichter galt es als höchste Ehre, wenn er etwa als der „Deutsche Horaz“ bezeichnet wurde.

Architektur:
Die Sakralarchitektur im Barock diente der Machtdemonstration der Katholischen Kirche nach dem Tridentinischen Konzil. Um den Blick der Gläubigen auf den Altar zu lenken, wurde der Typ der Wandpfeilerkirche verwendet (z.B: Il Gesú). Später entwickelte sich der Langbau zum Zentralbau.
Beispiele für barocke Sakralarchitektur in Österreich sind die Karlskirche und das Stift Melk oder die Peterskirche in Rom.
Die Profanarchitektur im Barock hatte einen ähnlichen Zweck wie die Sakralarchitektur. Sie sollte Repräsentation für die Macht der absoluten Herrscher sein.
Wichtige Entwicklungen in der barocken Architektur waren:

Beispiele in Österreich: Schloss Schönbrunn, Teile der Hofburg, Belvedere
Malerei:
Allgemein:
Im Barock sind sowohl weltliche als auch religiöse Themen in der Malerei vertreten. Mit einfühlsamer Art und Weise beschrieben viele Bilder, im Gegensatz zur Renaissance, mythologische und religiöse Themen. Zum Stil ist zu sagen, dass auch sein Kontrastreichtum, Detailreichtum und die klaren Strukturen auffallen. Als Begründer des barocken Stiles gelten Caravaggio mit seiner derbrealistischen Hell-Dunkel-Malerei und die Carracci in Rom. Zwei der bekanntesten Künstler waren z.B.: Caravaggio und Carracci.

Historische Hintergründe:

Merkmale:
Starke Kontraste von Licht und Schatten unterstreichen die dramatische Wirkung von vielen Gemälden. Intensive Geistigkeit ist oft anwesend in Arbeiten barocker Kunst. In den römisch katholischen Ländern sind z.B. Szenen von wunderbaren (himmlischen) Erscheinungen zu sehen. Seit der Renaissance suchten Maler einen großartigeren Sinn von Raum und wahrer Darstellung von Perspektive in ihren Arbeiten. Realismus (Wirklichkeitssinn) ist noch ein wesentliches Merkmal barocker Kunst, die Figuren in Gemälden sind keine Vorbilder aber Individuen mit ihren eigenen Persönlichkeiten.
Literatur:
Allgemeines:
Die barocke Literatur wurde für die höfische Gesellschaft geschaffen, deren Repräsentationsbedürfnis in ihr künstlerischen Ausdruck fand. Die Diesseitsbejahung steht neben übersteigertem Vergänglichkeitsbewusstsein, überschäumende Lebensfreude neben Todesangst. Neben schlichten volksliedartigen Gedichten entstanden überladene Romane, pathetisch heroische Tragödien u, Schuldramen sowie Jesuitendramen. Bevorzugte Stilmittel waren Allegorie, Metapher und rhetorische Pathosformeln, die in ihre Übersteigerung zum Schwulst führten. Die Barock-Literatur endete mit dem Aufkommen des Rationalismus, der im Geistigen von der religiösen Problematik des Barockzeitalters wegführte und im Formalen zu antiker Einfachheit und Formstrenge zurückkehrte.

Autoren und Werke:
Die Dramen Daniel Casper Lohensteins waren vom Stoizismus (Gleichmut) geprägt und mit Gräuelszenen überladen. In seinen Schlüsselromanen entwickelte er das Weltbild des Spätbarocks. Die Gedichte Andreas Gryphius waren von tiefer Frömmigkeit geprägt. Seine Hauptthemen waren Vergänglichkeit und Eitelkeit alles Vergänglichen. Christoffel von Grimmelshausen schuf mit dem „Abenteuerlichen Simplicissimus Teutsch“ einen Roman von Weltrang, der durch die lebensvolle, realistische Darstellung im Gegensatz zum heroischen Moderoman erfolgreich war.

Musik:
Allgemein:
Barock-Musik nennt man in Europa zwischen 1570 bis 1580 und 1730 – 1740 gepflegte Musik, in dieser Zeit, also zwischen dem Zurücktreten franko flämischen Musik oder der Renaissance und dem Aufkommen der vorklassischen Musik. Venedig trat in dieser Zeit in seinem Musikstil als tonangebend hervor. der bekannteste Komponist in Deutschland war Johann Sebastian Bach.

J. S. Bach:
J. S. Bach wurde am 21. März 1685 in Eisenbach geboren. Er war der Sohn eines mehr oder weniger bekannten Musikers, J. Ambrosius Bach. Die Familie Bach brachte schon seit einigen Generationen gute Musiker hervor, doch J. S. war garantiert der größte und erfolgreichste. Schon im frühen Kindesalter begann er Geige zu spielen.
Von 1702 an war Bach, gerade 17 Jahre als ganz auf sich allein gestellt. Nach einigen erfolglosen Versuchen Arbeit zu finden, erhielt er schließlich an einem kleineren Hof in Weimar eine Anstellung als Musiker, doch bezahlt wurde er wie ein Lakai.
Im August 1703 wurde er Organist der neuen Kirche in Arnstadt.
Im Sommer 1707 verließ Bach Arnstadt um eine Stellung in der Blasiuskirche in Mühlhausen anzutreten. Sein Aufenthalt in Mühlhausen war zwar nur kurz, doch äußerst ereignisreich. Bach schrieb dort seine ersten Kantaten. In Mühlhausen heiratete er auch seine erste Frau, Maria Barbara Bach, eine entfernte Kusine, die wie S. selbst dem musikalischen Zweig der Bachfamilie entstammte. Bach verließ 1708 Mühlhausen und trat eine Stellung am Hofe von Weimar an. Er arbeitete dort bis 1717. Zunächst war er nur Hoforganist doch 1714 wurde ihm der Titel eines Konzertmeisters verliehen. In Weimar komponierte Bach einen Großteil seiner Orgelmusik, seine Cembalo-Toccaten und eine Eindrucksvolle Serie von Kantaten. Während seiner Weimarer Zeit wurden 6 seiner Kinder geboren.
Ab Dezember 1717 arbeitete er in Köthen. Hier ging ihm das Komponieren leicht von der Hand. In diese Periode fallen die Sonaten für Violine und Cembalo, die Solosiuten für Violine und Cello, sowie die 6 Concertos, die wir als die Brandenburgischen Konzerte kennen. Aus der Zeit in Köthen stammen auch der erste Teil des Wohltemperierten Klaviers und zahlreiche Vokalwerke.
Die Jahre 1720 und 1721 brachten Bach jedoch eine Reihe von Rückschlägen. Seine Frau starb und dann scheiterte sein Bemühen Organist der Jacobikirche in Hamburg zu werden.
Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte Bach relativ ruhig. Er starb am 28.7.1750 im Alter von 65 Jahren in seinem Haus in Leipzig an den Folgen eines Schlaganfalls.

Kleidung:
Allgemeines:
Die Kleidung war regional sehr unterschiedlich. Während die Frauen in Spanien, Deutschland und Flamen unter dem religiösen Diktat der strengen Spanischen Mode standen, brachen die Französinnen und mehr noch die Italienerinnen dieses Diktat selbstbewusst auf: aus Mühlsteinkrägen wurden offene Spitzenkrägen über tiefen Dekolltes, die vorgeschriebenen sittsamen dunklen Farben wurden aufgehellt oder einfach ignoriert.
Die Schnitte waren pompös, die verschwenderisch verwendeten Stoffe schwer und prächtig. Zur Volumenerweiterung der Röcke wurden zunächst steife kegelförmige Reifröcke getragen, die aber dann zweiteilig von dicken, um die Hüften geschnallten Lederwürsten, abgelöst wurden, die man als Weiberspeck bezeichnete. Das Frauenbild des Barock sollte korpulent sein.
Die Männer trugen zur Heerpauke (kugelrund ausgestopfte kurze Hose) ein vollständig wattiertes Wams mit Gänsebauchoptik, eine insgesamt derartig steife Kleidung, die an Bequemlichkeit den mittelalterlichen Rüstungen in Nichts nachstand.

Frauenmode:
Es reichte schon lang nicht mehr aus ein einzelnes Kleid zu tragen, man musste zeigen, dass man sowohl ein kostbares Unterkleid, als auch einen ebenso kostbaren Manteau tragen und bezahlen konnte. Damit die beiden Kleiderteile so richtig zur Geltung kamen, wurde der Manteau nach hinten weggerafft und in raffinierte Draperien gelegt. Die Silhouette wurde dadurch schmaler, was man noch durch Frisuren verstärkte. Die Haare wurden mittels eines Spitzenbandes auf bis zu 50 cm hohe, schmale Drahtgestelle aufgebunden.

Männermode:
Die Männermode beruhigte sich allmählich und die Form des Justaucorps (einer über einer langen Weste getragenen oft reich bestickten Jacke) entwickelte sich. Vorbild war auch hier wieder ein Militärrock. Dies war im Großen und Ganzen die Form der Männerbekleidung, wie sie sich bis heute erhalten hat. Die einzige größere Extravaganz in der Männermode war die naturfarbene, lockenreiche und extrem warme Allongeperücke, die durch den nicht mehr ganz jugendfrischen Sonnenkönig eingeführt wurde. Sie sollte ihm sein ewig jugendlich strahlendes Aussehen sichern und wurde natürlich am Hof und in modischen Kreisen sofort kopiert.

Ende des Auszuges


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