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clemens clemens clemens
Referat

TitelAlternative Ernährungsformen 
Anzahl Worte743 
SpracheDeutsch 
ArtReferat 
SchlagworteAnthroposophische Ernährung, Bircher-Benner Kost, Evers-Kost, Haysche Trennkost, Ayurveda, Makrobiotik, Schnitzer Kost, Schroth Kur, Waerlandkost, Prinzip 
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Auszug aus dem Referat (ohne Grafiken)

Alternative Ernährungsformen

Anthroposophische Ernährung
Prinzip: Man geht davon aus dass Lebensmittel neben den chemischen Inhaltsstoffen noch geistigen Gehalt haben. Es wird wenig Fleisch dafür aber viele Produkte aus biologisch-dynamischem Anbau verzehrt, ausgenommen sind Kartoffeln. Überwiegend ovolactovegetabile Kost, ein Form des Vegetarismus bei der aber Milchprodukte zu sich genommen werden dürfen.
Nahrungspflanzen werden als dreigegliederte Pflanzen betrachtet, die unterschiedliche Qualität und Stärkung beim Verzehr bewirken. Die Wurzel entspricht beim Menschen den Sinnen und Nerven, das Blatt/ Stängel im Organismus dem Herz und den Lungen, die Blüte und die Frucht regen Stoffwechsel und Fortpflanzung, sowie Denken, Fühlen und Wollen an. Blatt- und Kopfsalat stärken demzufolge Herz und Lunge, Wurzelgemüse sind Kopf- und Nervennahrung, Früchte und Fette regen den Stoffwechsel an.
Beurteilung: Geeignet auf Dauer, aber der geistige Gehalt ist fragwürdig. Auf Kartoffeln sollte nicht vollständig verzichtet werden.
Begründer: Dr. Rudolf Steiner

Bircher-Benner Kost
Prinzip: Die Mahlzeiten werden auf eine Haupt- und zwei Nebenmahlzeiten eingeschränkt. Ebenfalls ovolactovegetabile Kost, mindestens 50 % Rohkost und Produkte aus biologischem Anbau. Der Konsum von Zucker und Weißmehl wird grundsätzlich abgelehnt. Salz und andere Gewürze werden nur sparsam eingesetzt.
Beurteilung: Geeignet auf Dauer, aber nur bei genauer Auswahl der Lebensmittel.
Begründer: Dr. Max Bircher

Evers-Kost
Prinzip: Fast nur ovolactovegetabile Kost, aber seltener Fleischverzehr. Kartoffeln und Blattgemüse werden abgelehnt und es wird auf naturbelassene Nahrung geachtet.
Beurteilung: Auf Dauer geeignet, es wird auch behauptet dass mulitple Sklerose damit geheilt werden kann, was allerdings noch nicht wissenschaftlich bewiesen ist.
Begründer: Dr. Joseph Evers

Haysche Trennkost
Prinzip: Eiweiß und Kohlenhydrate werden jeweils getrennt aufgenommen, weil diese nicht gleichzeitig verdaut werden können. Lactovegetabile Kost und bevorzugt basenüberschüssige Lebensmittel: wie Obst, Gemüse, Milch – um einer Körperübersäuerung vorzubeugen. Lactovegetabil heißt, dass von den tierischen Produkten nur Milch und Milchprodukte verzehrt werden.
Als Beweis für die Notwendigkeit der Trennung von Kohlenhydraten und Eiweiß führt Hay die Hülsenfrüchte an, die aus seiner Sicht kein geeignetes Lebensmittel darstellen, weil sie (bedingt durch ihren hohen Eiweiß- und Kohlenhydratgehalt) so schwer verdaulich seien.
Erklärtes Ziel seiner Kost ist die Heilung vieler Krankheiten.
Beurteilung: Teilweise als Dauerkost einsetzbar, allerdings für Diabetiker nicht empfohlen. Schwierigkeiten bei der Trennung von Eiweiß und Kohlenhydraten. Heilung von Krankheiten ist mit dieser Trennkost nicht möglich.
Begründer: Dr. Howard Hay

Ayurveda
Prinzip: Die körperliche Ausgewogenheit von Körper und Seele, lactovegetabile Lebensmittel sind je nach Person geeignet. Auf Rohkost, Reste und weitverbreitete Lebensmittel wird ,wenn möglich, verzichtet.
Beurteilung: Auch auf Dauer geeignet, aber der geringe Rohkostanteil ist etwas problematisch.


Makrobiotik
Prinzip: Im Zenbuddhismus liegt der Ursprung, die Nahrung wird deshalb nach den 2 Kräften des Universums Ying und Yang eingeteilt. Ausgewogenheit zwischen den beiden ist das Ziel. Getreide erfüllt dieses Ziel hauptsächlich. Zehn Stufen führen zur idealen Ernährung, wobei auf der letzten Stufe Getreide steht. Produkte aus biologischem Anbau sind bevorzugt.
Beurteilung: Auf Dauer ungeeignet und auf Stufe 3 fehlt ausreichend Flüssigkeit, Obst und Milch, dafür wird zuviel Getreide aufgenommen. Keine Krankheitsheilung möglich. Durch das Ehepaar Kushi wurde diese Ernährungsform weiterentwickelt und dadurch weniger gefährlich.
Begründer: G. Ohsawa

Schnitzer-Kost
Prinzip: Quellwasser, Blattschösslinge, Blattsalate Wurzelknollen, Wurzelgemüse, Samen und Getreide bilden die Grundlage.
  1. Normalkost: ovolactovegetabile Kost, der Anbau ist alternativ
  2. Intensivkost: ausschließlich Rohkost, aber nur auf kurze Zeit gedacht
Beurteilung: Die Normalkost ist im Gegenteil zur Intensivkost auch auf Dauer geeignet. Die Intensivkost ist nicht abwechslungsreich und unausgewogen. Es besteht die Gefahr der Unterversorung.
Begründer: Dr. J. G. Schnitzer

Schroth-Kur
Prinzip: Ziel ist die äußere und innere Entgiftung und Entschlackung des Körpers. Die Mahlzeiten sind fett-, kochsalz- und eiweißarm. Es wird auch nur sehr wenig Flüssigkeit aufgenommen.
Beurteilung: Nicht für längere Zeit geeignet, es besteht die Gefahr einer Vitamin-, Mineralstoff- und Eiweißunterversorgung. Es wird auch zu wenig Flüssigkeit aufgenommen aber zuviel Wein.

Waerlandkost
Prinzip: Der Tagesablauf wird streng durch Lebensregeln bestimmt. Wenig, aber streng lactovegetabile Rohkost wird zu sich genommen. Rohes Obst, Gemüse, Milch, gekochter Getreideschrot und reichlich Kartoffeln gehören zur Ernährung. Der „Schlüssel für die Gesundheit“ ist ein gesunder Darm.

Das Waerlandfrühstück soll nicht belasten und besteht aus verschiedenen frischen, saisonalen, reifen Obstsorten, verschiedenen Flocken, Nüssen und der nur in Waerlandhäusern angebotenen Langmilch, eine Art Sauermilch mit dem Bazillus Acidophilus.
Das Mittagessen setzt sich aus Rohkostsalaten mit speziellen Salatsaucen, Kartoffeln, Topfen, Keimlingen und kalte gepressten Ölen sowieso gedünstetem Gemüse zusammen.
Verschiedenste Getreidesorten, mit Gemüse oder Kompott, Vollkornbrot, Butter und Käse bilden das Abendessen.

Beurteilung: Nur bedingt für längere Zeit geeignet. Es wirkt zwar positiv auf den Darm und möglicherweise dient diese Kost auch zur Verhütung von Darmkrebs aber die Heilung aller Krankheiten ist damit nicht möglich.
Begründer: Aare Waerland

Ende des Auszuges


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