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Referat

TitelAlbert Einstein – ein großer Physiker? 
AutorMichael Futschik mike.futschik@aon.at  
Anzahl Worte811 
SpracheDeutsch 
ArtReferat 
SchlagworteRelativitätstheorie; Elektrodynamik; Quantentheorie; Antisemitismus; Atombombe;  
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Auszug aus dem Referat (ohne Grafiken)

Albert Einstein – ein großer Physiker?

Albert Einstein wurde am 13.3.1879 in Ulm geboren und wuchs in München auf. In seinen jungen Jahren gab es eigentlich keine Anzeichen von seiner Genialität. Er entwickelte eine brillante Neugier für die Natur und komplexe mathematische Konzepte. Er haßte die stumpfen und phantasielosen Methoden der Münchener Schulen. Im Alter von 15 Jahren übersiedelte er in die Schweiz und war auch schon damals ein großer Gegner des Krieges. Dort besuchte Albert das Gymnasium in Aarau und absolvierte die Polytechnik in Zürich. Auch hier gefielen ihm die Methoden der Lehrer nicht. Er schwänzte häufig Kurse, bestand aber trotzdem alle Examen, durch das Benutzen der Hefte eines Klassenkameraden.
1902 sicherte er sich dann eine Stellung am Schweizer Patentamt in Bern. Am 6. Januar 1903 heiratete Einstein seine langjährige Klassenkameradin aus der Polytechnik, Mileva Maric. Sie hatten zusammen zwei Söhne, Hans-Albert und Eduard von denen letzteren eine schwere psychische Krankheit ereilte. Diese Ehe hielt nicht sehr lange und so kam es, dass Einstein einige Jahre später seine Cousine Elsa Koch heiratete.
Als „technischer Experte dritter Klasse“ des Berner Patentamtes veröffentlichte er 1905 drei bedeutende Abwandlungen: In der Theorie der „Brownschen Bewegung“ gab er einen Beweis für die atomare Struktur der Materie. In seiner zweiten Abwandlung ging ihm ein Licht auf: Einstein erweiterte den Quantensatz von Max Planck.
In seiner dritten Theorie der „Elektrodynamik bewegter Körper“ begründete er die Relativitätstheorie. Nach dieser Theorie von Albert Einstein erscheint dem Beobachter der Gang einer Uhr geändert, wenn die Uhr sich bewegt - um so mehr, je mehr sich die Geschwindigkeit der Uhr der Lichtgeschwindigkeit nähert. Könnte sich ein Fahrzeug annähernd mit Lichtgeschwindigkeit bewegen, würde die Uhr darin für den außenstehenden Beobachter nachgehen. Ein weiterer Teil seiner berühmten Theorie ist die Gleichung E=mc² . Diese Gleichung besagt das Masse in Energie umgewandelt werden kann.
In diesem Jahr erhielt er auch noch den Doktortitel der Uni Zürich für seine Theorie der molekularen Dimensionen.
Danach wurde sein Leben schlagartig besser und war weltweit die gefragteste Persönlichkeit schlechthin.
1909 wurde Einstein als Professor an die Universität Zürich berufen. Zwei Jahre danach ging er nach Prag, kehrte aber nur nach kürzester Zeit wieder zurück nach Zürich und wurde 1913 nach Berlin berufen.
Zu Beginn der 20er Jahre machte sich der erste organisierte Protest gegen Einstein bemerkbar: Studenten störten seine Vorlesungen an Universitäten. Die Hetze wurde angeführt von einer Gruppe Antisemiten, die sich unter der Bezeichnung Arbeitsgemeinschaft deutscher Naturforscher zur Erhaltung reiner Wissenschaft zusammengeschlossen hatten. Sie protestierten auch gegen die Relativitätstheorie, die mit antisemitischen Morddrohungen endete. Er unternahm daher zur seiner Sicherheit viele Reisen ins Ausland.

1921 erhielt er für seine Beiträge zur Quantentheorie den Nobelpreis für Physik. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland wandelte sich Einsteins Einstellung zum Pazifismus. Er sagte: „Gegen organisierte Macht gibt es nur organisierte Macht; ich sehe kein anderes Mittel, so sehr ich es auch bedaure.“ Er ging sogar noch weiter, indem er in der ersten Wut die Belgier aufforderte, ihr Land mit der Waffe zu verteidigen. Im März 1933 sprach Einstein als Bekenntnis die Worte: „Solange mir eine Möglichkeit offensteht, werde ich mich nur in einem Lande aufhalten, in dem politische Freiheit, Toleranz und Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz herrschen. Diese Bedingungen sind gegenwärtig in Deutschland nicht erfüllt. Es werden dort diejenigen verfolgt, die sich um die Pflege internationaler Verständigung besonders verdient gemacht haben“.
Wegen seiner jüdischen Abstammung, musste Albert Einstein 1933 nach Amerika auswandern und wurde Professor für Physik an der Universität in Princeton / USA.
Im Juli 1939 informierten die ungarischen Physiker Szilard und Wigner Einstein über die kriegstechnischen Möglichkeiten, die sich aus der Uranspaltung mit Kettenreaktion und Massendefekt ergeben könnte. Kurz darauf unterzeichnete er einen Brief an Präsident Roosevelt, in dem darauf hingewiesen wurde, dass die Kernspaltung des Elements Uran zu einer wichtigen Energiequelle und insbesondere zu Herstellung neuer Bomben dienen würde. Während des 2. Weltkrieges hilft er, mit etlichen anderen Wissenschaftlern , die erste Atombombe zu entwickeln. Dieser Brief an Roosevelt war Einsteins einziger, wenn auch womöglich wichtigster Beitrag zur Entwicklung der Atombombe. An den wissenschaftlichen Arbeiten wurde er nicht mehr beteiligt, weil er sich inzwischen mit seinen vergeblichen Versuchen zur Formulierung einer einheitlichen Feldtheorie isoliert hatte.
Am 6. August 1945 wurden die ersten Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen ohne vorher noch einige Test gemacht zu haben. Keiner wusste wie gewaltig diese Detonationsgewalt ist.
Auch wenn Albert Einstein mit dem Bombenabwurf nichts zu tun hatte, plagte es ihn sein restliches Leben lang, dass er zu der Erfindung dieser schrecklichen Waffe beigetragen hatte.
Zu seinem Brief an Präsident Roosevelt äußert sich Einstein um 1950 so: „ Ich habe eigentlich nur als Briefkasten gedient. Man Hat mir einen fertigen Brief gebracht, und ich habe ihn bloß unterzeichnet.“

Am 18.4.1955 verstarb Albert Einstein in Princeton / USA.
Meiner Meinung nach war Albert Einstein, der wohl genialste Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts, auch wenn er zum Bau der Atombombe beigetragen hat.

Ende des Auszuges


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