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Referat

TitelAichinger, Ilse: Das Fenster-Theater 
Anzahl Worte779 
SpracheDeutsch 
ArtReferat 
Schlagworte 
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Bewertung+++ 

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Auszug aus dem Referat (ohne Grafiken)

Das Fenster-Theater

Die Kurzgeschichte handelt von einer Frau, die einen älteren Mann im Haus gegenüber beobachtet. Sie denkt, dass er winke und seine Gesten ihr gelten würden. Sie ruft die Polizei und es stellt sich heraus, dass der ältere Mann sich mit einem kleinen Knaben gut unterhält.
Die Frau wird als schaulustig beschrieben, sie geht wahrscheinlich nicht oft außer Haus, deswegen beobachtet sie Leute immer aus dem Fenster ihrer Wohnung. Die Autorin meint sogar: „Es hatte ihr noch niemand den Gefallen getan, vor ihrem Haus niedergefahren zu werden.“. Eigentlich will sie, dass etwas aufregendes passiert in ihrem Leben, woraus man schließen kann, dass ihr Leben im jetzigen Zustand nichts aufregendes beinhaltet. Entweder hat sie einen Mann, mit dem sie aber nicht wirklich viel zu tun hat, oder sie hat keinen, wodurch ihr Leben uninteressant geworden ist. Sie ist eigentlich auch eine Art Voyeur, der die anderen Menschen und ihre Privatsphäre durchschauen will. Zu diesem Schluss komme ich, weil sich die Frau vom Fenster abwenden will, doch dann sieht sie, dass auf einmal ein Licht im anderen Haus eingeschalten wird. Nur dieses unbedeutende Licht, lässt sie am Fenster bleiben. Als der Mann aus dem Fenster schaut und nickt, denkt sie, dass er ihr Zeichen geben will und nach einiger Zeit bekommt sie Angst, als er heftige Bewegungen macht und sich über die Brüstung hängt. Sie amüsiert sich zuerst an seinem Anblick, doch dann ruft sie die Polizei, doch die Gründe sind nicht ganz klar. Entweder weil sie Angst hat, dass sich der ältere Mann sich selbst verletzt, weil sie sich belästigt fühlt, oder einfach wegen Schaulust, wie er von der Polizei abgeführt werden könnte. Außerdem ist sie anscheinend nicht besonders gut informiert, wer in ihrem Haus wohnt.
Der ältere Mann scheint ziemlich spontan zu sein, was man daran erkennen kann, weil er plötzlich ans Fenster geht und Gesten mit einem kleinen Knaben austauscht. Er hat anscheinend auch Spaß am Leben, weil er das Kind unterhalten will und steigert sich wirklich hinein. Er ist recht kreativ und wirkt freundlich. Es scheint, als ob er das Gegenteil von der Frau zu sein.
Die Autorin verwendet einige Vergleiche, wie z.B. „Sie(die Polizisten) arbeitenden schnell und mit einer Sicherheit, von dem jeder Einbrecher lernen konnte.“ Außerdem beschreibt sie das Polizeiauto als Überfallauto.
In dieser Kurzgeschichte nimmt das Lachen eine ziemlich hohe Bedeutung ein. Die Autorin beschreibt den Mann, dass er sein Lachen in die Hand nimmt und zum Kind über die Straße wirft. Das bedeutet, dass das Lachen von einer Emotion zu etwas gemacht wird, das man verschenken, vergeben könnte. Man weiß nicht, ob der ältere Mann, nachdem er sein Lachen „weggegeben“ hat, noch immer lachen kann, oder nicht. Auf jeden Fall macht das Kind dasselbe mit den Polizisten, jedoch hat man bei dem Kind das Gefühl, dass dieser Wurf auch mit Aggression verbunden ist. Ich glaube dies deswegen, weil wenn man jemandem etwas mit voller Kraft ins Gesicht wirft, kann es eigentlich nichts gutes sein.
Vielleicht will die Autorin uns mit dieser Kurgeschichte mitteilen, dass unsere Gesellschaft schon viel zu schaulustig ist. In unserer Gesellschaft ist es so, dass z.B. bei Formel-1 Events extra bei den gefährlichsten Kurven viele Leute sitzen, um einen Unfall zu sehen.
Ich glaube, dass die Autorin dazu aufrufen wollte, dass man immer genau überlegen sollte, wie man in bestimmten Situationen handelt. So denke ich, dass man aufpassen sollte, vor dem Glaube, dass man alles sieht. Die Frau hat gedacht, dass nicht mehr hinter dem Verhalten steckt, als die Verrücktheit des alten Mannes und hat daraus ihre Schlüsse gezogen. Sehr oft ist diese Verhaltensweise beim Menschen zu finden, so glaubt man in allen Wissenschaften, die Natur zu begreifen, doch ich glaube daran, dass das Gehirn und damit das Verständnis des Menschen nicht gut genug ausgeprägt ist, um die Natur nur ansatzweise zu verstehen.
In dieser Kurzgeschichte kann man die Zeit nicht wirklich einschätzen, weil auf der einen Seite scheint die Sonne noch, als der Mann das Licht einschaltet und die Autorin beschreibt, dass die Polizisten eigentlich nicht lange brauchen, bis sie einbrechen, doch zu dem Zeitpunkt ist es schon dunkel. Entweder wird es am Schauplatz extrem schnell dunkel, oder es ist sarkastisch gemeint, dass die Polizisten so schnell kommen, denn das verwirrende ist, dass die Autorin genau in diesem Augenblick davon redet, dass es dunkel geworden ist, als die Polizisten in die Wohnung einbricht und eigentlich alles schnell gehen sollte. Genauso wie die Zeit, ist der Ort auch unbekannt. Es könnte sich überall und irgendwann abspielen.
Was nicht klar wird ist, wieso sie die Polizei gerufen hat: „Das bereitete ihr so lange Vergnügen, bis sie plötzlich nur noch seine Beine in dünnen, geflickten Samthose in die Luft ragen sah.“

Ende des Auszuges


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