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clemens clemens clemens
Referat

TitelBibelkunde 
Anzahl Worte2002 
SpracheDeutsch 
ArtReferat 
SchlagworteLukas; Markus; Johannes, Matthäus; Christentum; Jesus; Palästina; Evangelium; Apostel; Judas; Neues Testament 
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Auszug aus dem Referat (ohne Grafiken)

HISTORISCHER JESUS

Bürgerlich: Jeshua Ben Mirjam (Jesus, Sohn der Maria)

Annahmen:

Außerbiblische Quellen:

Hauptquelle: BIBEL
Kriterien für historischen Jesus:


Umfeld: Palästina

Stimmung in Palästina

Zwangshellenisierung (Sprache, öffentl. Leben, Kultur, Erziehung)
röm. Fremdherrschaft (milit. Präsenz, hohe Steuern, Zollwesen, Frondienste)
Apokalyptik (religi. Vorstellung aus iranisch-agyptischem Raum / Endgericht)


Politische und religiöse Gruppierungen in Palästina:


















KANONGESCHICHTE
=> Jesus sprach aramäisch => Griechisch => Deutsch
NT:
- entstand in ca. 100 Jahren
- per Beschluss 382 n.Chr. als christl. verbindliche Schrift
- zur kirchlichen Lehre erst 1546 anerkannt

Kriterien zur Auswahl:
  1. Apostolizität (kannte Autor Jesus?)
  2. Katholizität (in Gemeinden anerkannt)
  3. Keine Vereinseitigung Jesu

Entstehungszeit:
6 v.Chr. – 30 n.Chr. Leben Jesu
Logienquelle „Q“ 30 - 60
50 – 56 „Corpus Paulinum“
1. Thessanonicher
Galater
1./2. Korinther
Römer
Philipper
Philemon

60 - ? „Deuteropaulinen“
Kolosser
Epheser
2. Thessanonicher

70 – 100 Evangelien
Markus (70)
Matthäus (80-90)
Lukas (80-90)
Johannes (100)

90 – 95 Apokalypse des Johannes

90 – 120 Katholische Briefe (an alle christl. Gemeinden der Welt)
1. Petrus
Jakobus
Judas
1. Johannes
2./3. Johannes
2. Petrus

~ 100 Pastoralbriefe (an Gemeindeoberhäupter)
1./2. Timotheus
Titus
Hebräer

ab 100 zahlreiche christl. Schriften

144 Kanonlisten

367 39.Osterbrief des Bischofs Athanasius
DAS MARKUSEVANGELIUM

Zeit: ca. 70n.Chr. (Zerstörung Jerusalems in röm. Krieg)
Ort: nördl. Syrien oder Rom
Verfasser: unbekannt (Vermutungen)
Adressaten: heidenchristliche Gemeinden außerhalb Palästinas
Judentum: plakatives Feindbild => Loslösung

Sprachlich: sehr einfach
Inhalt: 1-16
(feste Form, keine Verknüpfungen)
Ablauf:
3 geografische Blöcke (theologischer Hintergrund)
1. Jesus Wirken innerhalb, außerhalb Galiläas
2. Jesus Weg zur Passion (3 Leidensankündigungen)
3. Jesus in Jerusalem
=> jeweils Identifizierung Jesus als „Gottes Sohn“
1. Taufe (Adoptionsformel)
2. Verklärung (Proklamation)
3. Kreuzigung, röm. Hauptmann (Akklamation)
} altägyptische Inthronisationsritus
Jesusdarstellung:
Reich Gottes:
Bedeutet:
Besonderheiten:
- abhängig von Traditionsgut => keine Anschauung von Leben Jesu



DAS MATTHÄUSEVANGELIUM

Zeit: 80 – 90n.Chr.
Ort: Syrien
Verfasser: unbekannt (ehemals Jude?)
Adressaten: Judenchristen
Judentum: von judenchristlichen Traditionen geprägt, gegen Heidenchristen

Sprachlich:
Inhalt: 1-28
- Beginn = Herkunft und Geburt / Ende = Auferstehung und Missionsbefehl 28)
- Vorgeschichte (Stammbaum => Ausdeutung Namen Jesu durch Jungfrauengeburt)

5 Rede-Blöcke als thematische Grobgliederung
1. Bergpredigt 5-7
2. Aussendungsrede 10
3. Gleichnisrede 13
4. Gemeinderede 18
5. Doppelrede (a. gegen Pharisäer / b. von Endzeit) 24-25
=> Jesus vor allem Lehrer
=> dazwischen jeweils Taten, Gespräche, Begebenheiten
Ablauf:
Jesusdarstellung:
Reich Gottes:
Leitthema = DIE BESSERE GERECHTIGKEIT
Zentrale Rolle: Zusammenhang zw. Glaube und Tat
DAS LUKASEVANGELIUM

Zeit: ca. 90n.Chr.
Ort: unbekannt
Verfasser: ?
Adressaten: Heidenchristen
Judentum:
Sprachlich:
Inhalt: 1-24
Ablauf:
Jesusdarstellung:
Reich Gottes:
Besonderheiten:
  1. Himmelfahrt (Lk 1,24 / Apg 2)
  2. Pfingsten (Apg 2)
Doppelwerk Lk + Apg:
=> Apostelkonzil 48/49 (Apg 15)
DAS JOHANNESEVANGELIUM

Zeit: zw. 90-100 n.Chr.
Ort: weit weg von palästinensischer Gedankenwelt
Verfasser: unbekannt
Adressaten: die Welt

Judentum:
Sprachlich:
Quellen: Lied als Vorlage für Prolog, Sammlung von Wundergeschichten, Passions-/ Ostergeschichte, Redequelle (Uneinigkeit)
Inhalt: 1-21
Jesusdarstellung:
Reich Gottes:
Reich Gottes nur 2x, dafür: Leben 36x

Besonderheiten:
Ganz anders als Synoptiker:




DIE 2-QUELLEN-THEORIE
(s. Kopie)

Logienquelle Q: frühste Quelle 40 – 50 n. Chr.
Verfasser: Jesusleute ebenso radikal im Lebensstil
Inhalt








Bildliche Rede im NT
  1. BILDWORT
à „Ich seid das Salz der Erde. Es kann die Stadt, die auf einem Berg liegt nicht verborgen bleiben“

  1. HYPERBEL/PARADOXIE
à „Wenn dich dein rechtes Auges zum Abfall verführt, so reiß es aus und wirf´s von dir“

  1. VERGLEICH
à „Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe“

  1. METAPHER
à enge Pforte = Weg zum Leben / weite Pforte = Verdammnis

  1. GLEICHNIS
à Reich Gottes gedeiht wie Senfkorn

  1. PARABEL
à „Verlorene Sohn“ / „Arbeiter im Weinberg“

  1. BEISPIELERZÄHLUNG
à „Barmherzige Samariter“

  1. ALLEGORIE
à kirchengeschichtliche Auslegung, Kritik, zu willkürlich
















KRITIK-/ METHODEN

EXEGESE:
Bedeutung Text für Menschen in geschichtlichem Zusammenhang => dann: heute
HERMENEUTIK:
Verstehen in Hinblick auf Übersetzung => gegenwärtige Bedeutung


  1. Bibelkunde [wo steht Text in Bibel (wie oft?)]
  2. Begriffsklärung
  3. Formkritik [Besonderheiten literarischer Form => Inhalt]
  4. Textkritik [Übersetzung, Ausmachen des ursprünglichen/ältesten Textes]
  5. Überlieferungsgeschichte [woher?(Weg)]
  6. Literar-(Quellen)kritik [scheiden ursprüngliche literarische Form der Tradition von redaktioneller Bearbeitung]
  7. Traditionskritik [synopt. Vergleich => Wortwahl; Begriffe, Symbole vergleichen]
  8. Redaktionsgeschichte [(wie)überarbeitet? =>Aussage]




WUNDER

Mt: 8-9 / 14

Mk: 4-5 / 9

Lk: ?

Jh: 4 / 5 / 9 / 11 => durchziehen gesamtes Evangelium



GLEICHNISSE

Mt: 13 „Gleichnisrede“
Mk: 4
Lk: 8 / 15 Verlorene
Jh: 10 nur eins




Ende des Auszuges


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